ProSweets Cologne 2020: Neuheiten bei Ingredients für Süßwaren und Snacks

Funktionelle Zutaten sorgen für multisensorische Erlebnisse

Für die Süßwarenproduzenten besteht die aktuelle Herausforderung darin, ausgewogenere und natürlichere Produkte beziehungsweise Produktvarianten mit natürlichen Zutaten zu entwickeln, die gleichzeitig multisensorische Erlebnisse eröffnen. Auf der ProSweets Cologne, der internationalen Zuliefermesse für die Snack- und Süßwarenindustrie, finden Produktentwickler passgenaue Zutaten und Support für jede Applikation. Die zielgruppenübergreifenden Konzepte, die vom 2. bis zum 5. Februar 2020 in Köln präsentiert werden, sind auf die Bedürfnisse der Verbraucher und auf die Ansprüche von Handel und Industrie ausgerichtet.

Wer innovative Produkte auf den Markt bringen möchte, muss Verbrauchertrends und Märkte verstehen und in der Lage sein, Chancen gewinnbringend zu nutzen. Dies gilt insbesondere für die Süßwarenindustrie. Denn hier verlangen Kunden neben hochwertigen Zutaten und spannenden Geschmackserlebnissen zunehmend nach gesünderen Rezepturen und Clean-Label-Produkten. Der Druck auf die Süßwarenhersteller, Zucker zu reduzieren und öfter auf natürliche Süßstoffe zurückzugreifen, wächst stetig. Sensient bietet hierfür gebrauchsfertige Extrakte, natürliche Aromen sowie vegane Aromenlösungen zur Verstärkung des Milchgeschmacks ("Vegan Dairyboost"). Diese Produkte helfen Herstellern dabei, die technologischen Herausforderungen zu meistern, die eine Zuckerreduktion und der Ersatz von künstlichen Süßungsmitteln mit sich bringen. Gleichzeitig verleihen sie Süßwaren ein gesünderes Image.

Auslobungen wie "zuckerfrei" mit anderen "frei von"-Kennzeichnungen zu kombinieren, passt hervorragend zum anhaltenden Free-From-Trend. Dabei spielen pflanzliche Alternativen eine besonders wichtige Rolle – denn immer mehr Verbraucher entscheiden sich für Produkte ohne tierische Inhaltsstoffe. „Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, welche neuen Möglichkeiten sich bei veganen Süßwaren und pflanzlichen Geliermitteln bieten. Dies ist ein interessantes Feld für Verbraucher, die nach Clean-Label-Lösungen suchen und auf tierische Produkte verzichten möchten“, so Ranbir Kooner, Sensient Flavors Marketing Manager EMEA. Zusätzlich bietet das Unternehmen zahlreiche vegane, palmöl- und glutenfreie Extrakte an – alle ohne Titandioxid. In der Toolbox von Sensient befinden sich auch Anregungen für das Premiumsegment des Süßwarenmarktes. Insbesondere ältere Zielgruppen greifen gerne zu exklusiven Aromen, die außergewöhnliche Geschmackserlebnisse bieten. Sensient zeigt mit der Toolbox neue Wege, süße und würzige Aromen zu kombinieren, um Produkten eine besondere Note zu verleihen.

Wer innovative Produkte auf den Markt bringen möchte, muss Verbrauchertrends und Märkte verstehen und in der Lage sein, Chancen gewinnbringend zu nutzen. © Koelnmesse

Gesundes Snacken und Genuss im Einklang

Der Trend geht zu mehr Natürlichkeit und einer kurzen Zutatenliste. Konsumenten achten auf reduzierten Zuckergehalt und auf mehr Ballaststoffe. Die neuste Generation hochwertiger Ballaststoffe ist hier gleich doppelt funktionell – denn sie fördern nicht nur die Verdauung. Mit ihrer natürlichen Süße reduzieren sie den Zuckergehalt in Keksteigen oder Schokoladencremes und optimieren gleichzeitig Textur und Mundgefühl. Stellvertretend dafür stehen Müsliriegel, die mit einer Mischung aus Himbeer-, Baobab- und Acerola-Pulver angereichert sind. Schon der Verzehr einer Portionsgröße von rund 50 Gramm deckt den täglichen Vitamin-C-Bedarf eines Erwachsenen vollständig ab. Durch die Zugabe von Reis-Crisps, angereichert mit pflanzlichen Proteinen aus Bohnen oder Erbsen, werden sie zum leckeren Snack, der einen aktiven und gesunden Lebensstil unterstützt. Hersteller nutzen diesen Weg, um neben klassischen Zutaten wie Nüsse oder Mandeln auch ungewöhnlichere Zusätze wie Hanf, Sesam, Gebäckbruch oder Ingwerwürfel zu verarbeiten.

Mehrwert durch alternative Zutaten

Gleichzeitig sind die Müsliriegel ein gutes Beispiel für das, was derzeit angesagt ist: Produkte für individuelle Verbraucherbedürfnisse und solche, die dem "better for you"-Konzept folgen. Die Süßwarenproduzenten reagieren darauf mit fett- und salzreduzierten Rezepturen, veganen oder vegetarischen Alternativen und gluten- sowie laktosefreien Produkten. Doch die bedarfsgerechte Ernährung für jede Lebenssituation erfordert technologisches Know-how und durchdachte Produktkonzepte. Und nicht selten wird diese dadurch erschwert, dass ein Up-Scaling vom Labor nicht ohne weiteres möglich ist. Der Einsatz neuer Technologien im Verbund mit alternativen Rezepturen ist deshalb ein zentraler Aspekt auf der ProSweets Cologne. Die Sonderschau "Ingredients – Reformulation for Sweets and Snacks", welche die Koelnmesse in Zusammenarbeit mit der DLG präsentiert, ist eine wichtige Inspirationsquelle für Produktentwickler. Hier starten auch die Guided Tours. Sie führen die Fachbesucher zu den Ausstellern, die Lösungen rund um die Thematik anbieten.

Der Einsatz neuer Technologien im Verbund mit alternativen Rezepturen ist ein zentraler Aspekt auf der ProSweets Cologne. © Koelnmesse

Laut einer aktuellen Umfrage von Innova Market Insights sind 68 Prozent der Verbraucher in den USA und Großbritannien der Meinung, dass die Textur zu einem interessanteren Genusserlebnis beiträgt. Kein Wunder also, dass die Textur auf der Suche nach innovativen Produkten immer stärker in den Mittelpunkt rückt. Das gilt sowohl für Kaubonbons und Kaugummis als auch für Mogulprodukte wie Fruchtgummis oder Geleeartikel. Pflanzliche Hydrokolloide wie Gummi Arabicum oder Pektin, Guarkernmehl und Johannisbrotkernmehl bieten hier eine einzigartige Multifunktionalität für ein breites Spektrum veganer Marshmallows, Fruchtpastillen, Weingummis oder Lakritz-Spezialitäten.

Inspirationsquelle und Businessplattform

Doch das Kölner Messegelände bietet auch den kreativen Raum für Innovationen, die über die reine Zutatenliste hinausgehen – denn die ausstellenden Maschinenbauer arbeiten intensiv daran, ihre Süßwarenanlagen mit zahlreichen neuen Funktionen auszustatten. Nach wie vor sind Mogulanlagen Stand der Technik zur Herstellung von Fruchtgummis. Eine weitere Facette bringen innovative Verfahren, bei denen das Gießen und Ausformen puderlos in wiederverwendbaren Silikonformen erfolgt. Da die Trocknungsphase im Stärkebett entfällt, lassen sich Zutaten wie sekundäre Pflanzenstoffe, Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe, Vitamine oder Mineralstoffe einfacher einarbeiten. Gleichzeitig verkürzt sich die Produktionszeit von 24 Stunden auf nur noch 40 Minuten.

 

Titel LT

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