Sorptionsentfeuchter lösen Klimaprobleme bei schwedischem Karamellhersteller

Trockene Luft für die Produktion

Eine Luftfeuchtigkeit auf konstant niedrigem Niveau garantiert bei Kolafabriken im schwedischen Bräkne-Hoby ganzjährig ein optimales Klima für die Karamellherstellung. Das war nicht immer so: Vor der Installation eines Sorptionsentfeuchters hatten die Verantwortlichen an warmen Sommertagen mit Problemen zu kämpfen. Heute ruht die Produktion nur noch bei Reinigungsmaßnahmen.

Die Geschichte des Süßwarenhersteller Kolafabriken beginnt im Jahr 1993 mit der Übernahme einiger gebrauchter Maschinen aus einer Bonbonkocherei. Kolafabriken begann in der Folge eigene Rezepturen für verschiedene Arten von Süßwaren zu entwickeln und wurde Schwedens erster industrieller Hersteller von Karamellprodukten. Das Unternehmen mit seinen 15 Mitarbeitern produziert zahlreiche Produkte für den Groß- und Einzelhandel, aber auch Eigenmarken – insgesamt 1.000 Tonnen Karamellerzeugnisse pro Jahr, darunter viele Spezialprodukte in kleinen Mengen. Die Produktion von Karamell und Toffee ist sehr feuchtigkeitsempfindlich. Im Jahr 2009 fand der Umzug an den heutigen Produktionsstandort statt. Produktionsleiter Magnus Knutsson erinnert sich: „Dort war bereits ein konventionelles Belüftungssystem mit sehr hohem Luftdurchsatz installiert. Es stellte sich bald heraus, dass dieses zu große Mengen an mit Feuchtigkeit angereicherter Außenluft in die Produktionsstätte transportierte.“

Insbesondere beim Verpacken und Schneiden von Karamellprodukten ist eine definierte relative Luftfeuchte wichtig.

Die Lüftungsanlage wurde daraufhin so eingestellt, dass ein geringerer Luftdurchsatz erreicht wurde; dennoch hatte man an warmen Sommertagen mit hoher Luftfeuchtigkeit in der Produktion mit großen Problemen zu kämpfen. „Das Schneiden von Karamellprodukten erfordert absolut saubere Messer. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, bleibt die Masse an der Klinge haften und es entstehen unregelmäßige Kanten am Produkt, was nicht unseren Qualitätsanforderungen entspricht“, beschreibt Knutsson die Herausforderung.

Bessere Qualität durch Entfeuchtung

Der Verpackungsprozess warf noch größere Probleme auf. Die Verpackungsmaschine verarbeitet bis zu 1.000 Karamellstücke in der Minute, sofern die relative Feuchtigkeit nicht mehr als 40 Prozent beträgt. Normalerweise werden die Produkte sofort oder nach einer Trocknungszeit von maximal einem halben Tag abgepackt. „An Sommertagen, an denen die Luftfeuchtigkeit oftmals bei rund 60 Prozent relative Feuchte liegt, konnten die Produkte jedoch erst nach einer Trocknungszeit von zwei Tagen abgepackt werden“, so Knutsson. Dies blockierte die Produktion und verringerte die Rentabilität. Die Lufttrocknungsspezialisten von Munters wurden hinzugezogen, um das Problem in den Griff zu bekommen. Sie empfahlen den Einsatz des Sorptionsentfeuchters MX² 80 sowie den Umbau der bestehenden Lüftungskanäle.

Der Luftentfeuchter wurde an das bestehende, aber nunmehr heruntergeregelte Lüftungssystem angeschlossen. Darüber hinaus wurde eine Vorrichtung zum Vor- und Nachkühlen der Zuluft installiert. Pro Stunde leitet das System rund 6.500 Kubikmeter trockene Luft in die Produktionsräume, in denen damit eine konstante relative Luftfeuchtigkeit von 40 Prozent herrscht. Kolafabriken verfügt zudem über eine Dampfversorgung. Diese kommt für die Regeneration des Entfeuchters zum Einsatz, wodurch sich die Kosten für das Trocknen des Rotors reduzieren. Alle Prozesse laufen mit dem Sorptionsentfeuchter ganzjährig und ohne ungeplante Unterbrechungen ab. „Die Produktionskapazität konnte gesteigert werden, die Produktqualität ist gleichbleibend hoch und der Reinigungsaufwand zur Beseitigung von anhaftender Masse an den Maschinen hat sich deutlich verringert. Unterbrechungen finden nur noch im Rahmen der Reinigungsmaßnahmen statt“, zeigt sich Magnus Knutsson mit der Lösung von Munters zufrieden. Alle diese Vorteile führten dazu, dass sich die Investition nach kurzer Zeit amortisiert hat – und dass sich der Produktionsleiter von Kolafabriken voll und ganz darauf konzentrieren kann, neue Karamellerzeugnisse zu entwickeln.


Titel LT
lupe

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