GEA präsentiert seinen leistungsfähigsten Homogenisator auf der drinktec

Inspiriert durch den Kunden

Mit dem Ariete Homogenizer 5400 präsentiert GEA auf der drinktec in München das Ergebnis intensiver Entwicklungsarbeit. Neben Marktanalysen inspirierte das Team um den Maschinenbau-Ingenieur Massimiliano Benassi dabei vor allem der Austausch mit internationalen Kunden. Diese haben konkrete Vorstellungen davon, was Homogenisatoren in Zukunft leisten müssen.

Die Homogenisierung ist eine Schlüsseltechnologie bei der Herstellung von Lebensmitteln, insbesondere von Molkereiprodukten. Sie verbessert nicht nur Geschmack und Konsistenz, sondern steigert auch die Haltbarkeit. Damit dies auch so bleibt, hat die Branche ganz genaue Vorstellungen davon, was Homogenisatoren in Zukunft leisten müssen: Laut einer Studie von Marketsandmarkets sind besonders Anlagen mit einem hohem Durchsatz und relativ niedrigem Druck gefragt. Bei der Entwicklung eines neuen Homogenisators hat GEA neben den Ergebnissen von Marktanalysen die Erfahrungen aus dem Kontakt zu den Kunden einfließen lassen: „Wir haben von Anfang an wichtige Kunden aus der Milchindustrie eng in das Projekt einbezogen. Zum Beispiel wollten unsere chinesischen Kunden, dass wir einen Homogenisator liefern, der größere Produktmengen produzieren und gleichzeitig Sicherheit, Zuverlässigkeit und Effizienz garantieren kann“, sagt Massimiliano Benassi.

Die große Fronttür des Ariete Homogenizer 5400 erleichtert Betrieb und Wartung.

Der Maschinenbau-Ingenieur leitet bei GEA die Entwicklung von Homogenisatoren. Er weiß, dass sich die Ansprüche der Kunden nicht nur von Land zu Land unterscheiden, sondern auch von der zukünftigen strategischen Ausrichtung der Unternehmen und der Dynamik des Marktes abhängen: „Wir wussten, dass einige US-Unternehmen ihre kleineren Produktionsstätten zusammenlegen und somit Homogenisatoren mit wesentlich höherer Kapazität benötigten.“ Im Jahre 2015 begann das Team um Benassi mit einer Machbarkeitsstudie. „Das Ziel der Produktentwicklung war, die Vorgängermodelle zu verbessern und die Wünsche des Marktes zu erfüllen.“ Mit dem Ariete Homo genizer 5400 präsentiert GEA im September auf der drinktec in München das Ergebnis seiner Entwicklungsarbeit. Der Fünf-Kolben-Homogenisator verarbeitet bei 120 Bar bis zu 80.000 Liter pro Stunde und stellt damit „ein Viertel mehr Leistung zur Verfügung als bis dato auf dem Markt üblich“, so Benassi. Das Aggregat sei allein durch den Austausch des Pumpventils mit demselben Zylinderblock für andere Produktionslinien und Anwendungen einsetzbar – etwa für hochviskose statt niedrigviskoser Produkte. Neben Flexibilität und kurzen Umrüstzeiten legen Anwender großen Wert auf eine hohe Anlageneffizienz. In der Lebensmittelindustrie sind nicht nur größere, leistungsfähigere sondern auch effizientere Homogenisatoren gefragt, um in puncto Nachfrage und Nachhaltigkeit am Ball zu bleiben. „Mit dem Ariete Homogenizer 5400 sparen Betreiber sowohl bei Energie- und Wartungskosten als auch bei Ersatzteilen und Stellfläche“, fasst Benassi zusammen.

Variable Drehzahl für Effizienzgewinn

Die eingesetzte Ariete Pump 5400 sorgt für eine um sieben Prozent verbesserte Energieausnutzung gegenüber vergleichbaren Aggregaten. „Auch der Wasserverbrauch ist mit acht Litern gegenüber den üblichen 12,6 Litern wesentlich geringer“, so Benassi. Das Ventil NanoValve senkt den für eine effektive Homogenisierung erforderlichen Druck um bis zu 30 Prozent. Zusätzlich reduziert das NisoPure-System den Wasser- und Dampfverbrauch bei aseptischen Arbeitsschritten um bis zu 90 Prozent. Die große Fronttür bietet einen einfachen Zugang zu den kritischen Bereichen des Aggregats und erleichtert so Betrieb und Wartung. Der verstärkte Unterbau sorgt für besonders viel Stabilität. Die Anlage laufe hierdurch leiser und vibrationsärmer, was sich auch vorteilhaft auf den Verschleiß kritischer Teile auswirke. „Durch seine Anordnung innerhalb der Verkleidung dämpft der Zulaufverteiler ebenfalls die Geräuschentwicklung“, so Benassi. Totzonen werden dank der optimierten Strömungsdynamik vermieden, die Reinigung wird effizienter. Das Aggregat verfügt über ein geneigtes Außengehäuse, wodurch eine Außenreinigung problemlos möglich ist. Auch der Motor ist sicher und einfach zugänglich. „Insgesamt minimieren das saubere Design, der unkomplizierte interne Zugang und die einfache Straffung des Antriebsriemens den Wartungsaufwand“, so Benassi.

Titel LT
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