DIL | Aktuelle Meldungen
11.03.2010: Herstellung fettreduzierter EmulsionenDer Verbrauchertrend in Richtung Lebensmittel mit verringertem Fettgehalt ist für die Industrie mit einigen Herausforderungen bei der Umsetzung verbunden. Im Rahmen eines FEI-geförderten Projektes konnte am DIL gezeigt werden, dass zur optimalen Einstellung und Herstellung von Öl-in-Wasser-Emulsionen Emulgatorsystem und Dispergierverfahren immer gemeinsam betrachtet werden müssen. Die Ergebnisse des Projektes sind von der Industrie direkt und in vielen Produktbereichen anwendbar. Auf diese Weise können Qualität, Haltbarkeit und Sicherheit der Lebensmittel optimiert werden.
Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens war die Strukturierung von fettreduzierten Emulsionen. Anhand von Salatcremes und Brotaufstriche wurde im Laufe des Projekts gezeigt, dass zur Gewinnung eines optimalen Endproduktes Emulgatorsystem und Dispergierverfahren immer in einem engen Zusammenhang betrachtet werden müssen. Trotz der prinzipiellen Zusammenhänge wurde dargelegt, dass für jede Anwendung eine spezielle Feinabstimmung erforderlich ist. Auch wenn sich z.B. die zweistufige Hochdruckhomogenisierung im Allgemeinen als am Besten geeignet erwies, um eine große Oberfläche der dispersen Phase mit einer engen Verteilung zu erreichen, so ist die Stabilisatorwahl u.a. auf den jeweiligen ph-Bereich der Emulsion abzustimmen. TW
Detaillierte Ergebnisse sind im Kurzbericht enthalten.
10.03.2010: Richtfest in Quakenbrück
Bereits fünf Monate nach dem Richtfest des Laboranbaus begeht das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) aus Quakenbrück ein weiteres Richtfest. Die Bauarbeiten zum Technikums-Neubau sind bereits so weit vorangeschritten, dass am 5. März 2010 die Richtkrone angebracht werden konnte.
Das neue Technikum bietet dabei viel Raum für unterschiedlichste Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. So geht es zum Beispiel. um das Entwickeln von neuen Eissorten, Müsliriegeln und Fleischprodukten. Innovative Technologien spielen dabei eine große Rolle.
Auch deren Einsatz im Rahmen der Lebensmittelverarbeitung wird im Technikum erforscht. Durch die Verknüpfung von Produkt- und Prozessentwicklung ist die Gestaltung und Herstellung von hochwertigen Lebensmitteln möglich, die den Verbraucherbedürfnissen entsprechen und gleichzeitig den Aspekten der energieeffizienten Herstellung und der Lebensmittelsicherheit Rechnung tragen.
In den neuen Räumlichkeiten werden zudem Labore, Büros und Besprechungsräume vorhanden sein, um so dem stetig wachsenden DIL-Mitarbeiterteam Platz zu geben.
Insgesamt umfassen die Baumaßnahmen beim DIL drei Bauabschnitte. Neben Laboranbau und Technikum wird noch ein weiterer, an das neue Technikum angegliederter Gebäudetrakt mit Physiklaboren errichtet. Alles in allem wird durch die Maßnahmen die Nutzfläche des DIL von 2900 qm auf rund 9000 qm erweitert. TW
04.01.2010: Prof. Dr. Stefan Töpfl wird mit dem Georg Carl Hahn Preis 2009 ausgezeichnet
Ende November wurde Prof. Dr. Stefan Töpfl mit dem Hahn Forschungspreis in Lübeck ausgezeichnet. Er erhält den Preis für die hervorragenden Leistungen in seiner Promotionsarbeit, die sich mit der innovativen Technologie der Pulsierenden Elektrischen Felder (PEF) beschäftigt. Mit diesem Preis werden junge Wissenschaftler und Technologen gefördert, die im Feld der Lebensmittelwissenschaft, -technologie, -biotechnologie oder Ernährung arbeiten. Erstmals 1988 verliehen ehrt er wissenschaftliche Leistungen, die gleichzeitig einen Bezug zur industriellen Anwendung haben. Der Hahn Forschungspreis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 7.500 Euro dotiert.
Die PEF-Technologie kann angewendet werden, um Membrane von Zellen durchlässig zu machen – je nach Intensität reversibel oder irreversibel. Die Elektroporation erfolgt dabei durch den Aufbau eines elektrischen Feldes im Bereich von Millisekunden. In der Lebensmittelverarbeitung werden kontinuierlich arbeitende Systeme eingesetzt, in denen gepulste elektrische Felder erzeugt werden. Die Impulsrate ist dabei abhängig vom Produktstrom. Mit Hilfe dieses Verfahrens ist es möglich, Mikroorganismen bei niedrigen Temperaturen zu inaktivieren und die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. TW
01.01.2010: Bund fördert Forschungsvorhaben
zur Verbesserung von Sicherheit und Qualität
1,7 Millionen Euro Förderung für die Projektpartner
Aus der Hand von Verbraucherministerin Ilse Aigner empfing Dr. Volker Heinz (DIL Direktor) in Berlin Anfang Dezember den Bewilligungsbescheid für ein vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) koordiniertes Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Sicherheit verpackter Lebensmittel. Im Fokus der Förderung steht die dem DIL seit vielen Jahren erforschte Hochdrucktechnologie. Zum Hintergrund: Bei Drücken von mehreren tausend Bar können Lebensmittel ohne Erhitzung lange haltbar gemacht werden und gleichzeitig deren Frischeeigenschaften weitgehend erhalten werden. Zwölf Projektpartner haben sich auf Initiative des DIL zusammen geschlossen. Neben weiteren Forschungseinrichtungen beteiligen sich auch Industrieunternehmen wie die Eckes-Granini Group, Nordenia sowie die regional ansässigen Unternehmen Ternäben Service, Lembruch, und Ahrenshorster Edelfisch, Badbergen, an dem Projekt. TW
17.11.2009: Rapsöl für gesunde Frittierprodukte
Im Rahmen eines vorwettbewerblichen Forschungsprojektes wurde am DIL untersucht, inwiefern Rapsöle für das Vorfrittieren von Pommes frites geeignet sind und damit anstelle von Fetten mit einem hohem Anteil an gesättigten Fettsäuren (Palmolein) oder nicht vernachlässigbaren Gehalten an trans-Fettsäuren (gehärtetes Fett) eingesetzt werden können. Dabei wurden sowohl Möglichkeiten zur Steuerung des Stoffübergangs vom Öl auf das Produkt als auch Möglichkeiten zur Beeinflussung der Stabilität der Öle beim längeren Gebrauch (Langzeitstabilität) erforscht. Es konnte nachgewiesen werden, dass die Stabilität der raffinierten Rapsöle mit einem höheren Anteil an Ölsäure und weniger Linolensäure (HOLi) vergleichbar mit der Stabilität der bisher zum Vorfrittieren verwendeten Fette ist. Der Einsatz derartiger Rapsöle führt überdies zu einer verbesserten ernährungsphysiologischen Qualität von vorfrittierten Pommes frites, da der Anteil gesättigter Fettsäuren im Produkt deutlich verringert und der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhöht werden kann. Die im Rahmen des Projektes erarbeitete kinetische Modellierung der Fettveränderungen beim längeren Gebrauch des Fetts zum Frittieren ermöglicht es, die Eignung der Fette bzw. Öle für unterschiedliche Prozessbedingungen unabhängig von den jeweils eingesetzten Friteusen zu bewerten. TW
TITELTHEMA: Prozessanlagen
Wie für die meisten Hersteller von Maschinen und Anlagen für die Lebensmittelverarbeitung war auch für Tetra Pak Processing 2009 kein einfaches Jahr. Wie das Unternehmen in dem zurzeit schwierigen Umfeld aufgestellt ist, erläutert Geschäftsführer Bengt Norrgren.
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Neben dem klassischen Verfahrensschritt des Mischens ist es mit neuen Verfahen auch möglich, die in der Lebensmittelindustrie erforderlichen zusätzlichen Prozessschritte zu kombinieren. So können zum Beispiel arbeitsintensive Vormischungen entfallen.
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