DIL | Aktuelle Meldungen

03.05.2010: Wirkung von grenzflächenaktiven Substanzen in Schokoladenmasse
Die „Untersuchungen zur Wirkung von grenzflächenaktiven Substanzen in konzentrierten, lipophilen Süßwarensuspensionen am Beispiel von Schokoladenmasse“ war Thema eines kürzlich am DIL abgeschlossenen Forschungsprojektes. Dabei ging es vor allem darum, die genauen Mechanismen der Wechselwirkungen der Feststoffanteile in der Schokolade, wie z.B. Zucker oder Kakaopartikel, mit unterschiedlichen grenzflächenaktiven Substanzen, u.a. Lecithin, PGPR, Zuckerester, genauer zu erforschen.
Insbesondere die Immobilisierung der Kakaobutter an den Feststoffoberflächen, die bei gleichem Fettgehalt einen erheblichen Einfluss auf die Verarbeitungseigenschaften der Schokolade hat, wurde genauer analysiert. Ein direkter Einfluss der unterschiedlichen Oberflächenenergien der Feststoffe auf die Fettimmobilisierung an deren Oberflächen war nicht nachweisbar; es konnte aber gezeigt werden, dass die Morphologie, d.h. die Zerklüftung der Oberfläche die Wechselwirkungen mit dem Fett deutlich beeinflusst. Ebenfalls interessant waren die Ergebnisse zum Einfluss der Anwesenheit der grenzflächenaktiven Substanzen bei der Zerkleinerung im Zuge der Schokoladenherstellung. Hier zeigte sich, dass zum Beispiel PGPR sehr wohl bereits vor der Zerkleinerung zugesetzt werden kann, so dass im Endeffekt günstigere Fließeigenschaften, d.h. geringe Fließgrenzen und Viskositäten entstehen. Wenn hingegen das Lecithin schon vor oder während der Zerkleinerung anwesend ist, wirkt sich das eher ungünstig auf die Fließeigenschaften aus.
Die Ergebnisse des Projektes können von der Süßwarenindustrie, insbesondere auch von den klein- und mittelständischen Unternehmen, kurzfristig umgesetzt werden. Insbesondere die Hersteller und Verarbeiter von Schokoladenprodukten werden von den Resultaten profitieren können. TW
15.04.2010: Besuch der Räumlichkeiten in Belgien
Das DIL freute sich über prominenten Besuch in seinen neuen Räumlichkeiten in der Hauptstadt Belgiens. Der Europaabgeordnete Dr. Hans-Gert Pöttering, früherer Präsident des Europäischen Parlaments, gratulierte dem DIL. Auch Dr. Reinhold Kassing, erster Kreisrat des Landkreises Osnabrück und stellvertretender Aufsichtsrat des DIL, zeigte sich beeindruckt vom dem Netzwerk welches sich das DIL bereits nach kurzer Zeit in Brüssel zu nutze macht. Seit Ende 2009 ist das DIL nun auf dem Brüsseler Parkett aktiv. Mit ausschlaggebend für diesen Schritt war der Zuschlag der Europäischen Kommission für das vom DIL initiierte und nun koordinierte Exzellenznetzwerk HighTech Europe.
Das Büro ist in zentraler Lage vis-a-vis zum Europäischen Parlament im deutschen Haus der Agrar- und Ernährungsforschung angesiedelt. Die Bürogemeinschaft umfasst den Deutschen Bauernverband (DBV), den Deutschen Raiffeisenverband (DRV), die Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung und den Forschungskreis der Ernährungsindustrie (GFP/FEI), den Verband der Landwirtschaftskammern (VLK), die Landwirtschaftskammer Niedersachen, die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter (ADT) und seit dem 1. April auch den Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie (BDSI), den Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) sowie den Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und Importeure (BSI). TW
11.03.2010: Herstellung fettreduzierter Emulsionen
Der Verbrauchertrend in Richtung Lebensmittel mit verringertem Fettgehalt ist für die Industrie mit einigen Herausforderungen bei der Umsetzung verbunden. Im Rahmen eines FEI-geförderten Projektes konnte am DIL gezeigt werden, dass zur optimalen Einstellung und Herstellung von Öl-in-Wasser-Emulsionen Emulgatorsystem und Dispergierverfahren immer gemeinsam betrachtet werden müssen. Die Ergebnisse des Projektes sind von der Industrie direkt und in vielen Produktbereichen anwendbar. Auf diese Weise können Qualität, Haltbarkeit und Sicherheit der Lebensmittel optimiert werden.
Ziel des vorliegenden Forschungsvorhabens war die Strukturierung von fettreduzierten Emulsionen. Anhand von Salatcremes und Brotaufstriche wurde im Laufe des Projekts gezeigt, dass zur Gewinnung eines optimalen Endproduktes Emulgatorsystem und Dispergierverfahren immer in einem engen Zusammenhang betrachtet werden müssen. Trotz der prinzipiellen Zusammenhänge wurde dargelegt, dass für jede Anwendung eine spezielle Feinabstimmung erforderlich ist. Auch wenn sich z.B. die zweistufige Hochdruckhomogenisierung im Allgemeinen als am Besten geeignet erwies, um eine große Oberfläche der dispersen Phase mit einer engen Verteilung zu erreichen, so ist die Stabilisatorwahl u.a. auf den jeweiligen ph-Bereich der Emulsion abzustimmen. TW

Detaillierte Ergebnisse sind im Kurzbericht enthalten.

10.03.2010: Richtfest in Quakenbrück
Bereits fünf Monate nach dem Richtfest des Laboranbaus begeht das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) aus Quakenbrück ein weiteres Richtfest. Die Bauarbeiten zum Technikums-Neubau sind bereits so weit vorangeschritten, dass am 5. März 2010 die Richtkrone angebracht werden konnte.

DIL RichfestDas neue Technikum bietet dabei viel Raum für unterschiedlichste Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. So geht es zum Beispiel. um das Entwickeln von neuen Eissorten, Müsliriegeln und Fleischprodukten. Innovative Technologien spielen dabei eine große Rolle.
Auch deren Einsatz im Rahmen der Lebensmittelverarbeitung wird im Technikum erforscht. Durch die Verknüpfung von Produkt- und Prozessentwicklung ist die Gestaltung und Herstellung von hochwertigen Lebensmitteln möglich, die den Verbraucherbedürfnissen entsprechen und gleichzeitig den Aspekten der energieeffizienten Herstellung und der Lebensmittelsicherheit Rechnung tragen. In den neuen Räumlichkeiten werden zudem Labore, Büros und Besprechungsräume vorhanden sein, um so dem stetig wachsenden DIL-Mitarbeiterteam Platz zu geben.

Insgesamt umfassen die Baumaßnahmen beim DIL drei Bauabschnitte. Neben Laboranbau und Technikum wird noch ein weiterer, an das neue Technikum angegliederter Gebäudetrakt mit Physiklaboren errichtet. Alles in allem wird durch die Maßnahmen die Nutzfläche des DIL von 2900 qm auf rund 9000 qm erweitert. TW


04.01.2010: Prof. Dr. Stefan Töpfl wird mit dem Georg Carl Hahn Preis 2009 ausgezeichnet
Ende November wurde Prof. Dr. Stefan Töpfl mit dem Hahn Forschungspreis in Lübeck ausgezeichnet. Er erhält den Preis für die hervorragenden Leistungen in seiner Promotionsarbeit, die sich mit der innovativen Technologie der Pulsierenden Elektrischen Felder (PEF) beschäftigt. Mit diesem Preis werden junge Wissenschaftler und Technologen gefördert, die im Feld der Lebensmittelwissenschaft, -technologie, -biotechnologie oder Ernährung arbeiten. Erstmals 1988 verliehen ehrt er wissenschaftliche Leistungen, die gleichzeitig einen Bezug zur industriellen Anwendung haben. Der Hahn Forschungspreis wird alle zwei Jahre verliehen und ist mit 7.500 Euro dotiert.
Die PEF-Technologie kann angewendet werden, um Membrane von Zellen durchlässig zu machen – je nach Intensität reversibel oder irreversibel. Die Elektroporation erfolgt dabei durch den Aufbau eines elektrischen Feldes im Bereich von Millisekunden. In der Lebensmittelverarbeitung werden kontinuierlich arbeitende Systeme eingesetzt, in denen gepulste elektrische Felder erzeugt werden. Die Impulsrate ist dabei abhängig vom Produktstrom. Mit Hilfe dieses Verfahrens ist es möglich, Mikroorganismen bei niedrigen Temperaturen zu inaktivieren und die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. TW

 

01.01.2010: Bund fördert Forschungsvorhaben zur Verbesserung von Sicherheit und Qualität
1,7 Millionen Euro Förderung für die Projektpartner Aus der Hand von Verbraucherministerin Ilse Aigner empfing Dr. Volker Heinz (DIL Direktor) in Berlin Anfang Dezember den Bewilligungsbescheid für ein vom Deutschen Institut für Lebensmitteltechnik (DIL) koordiniertes Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Sicherheit verpackter Lebensmittel. Im Fokus der Förderung steht die dem DIL seit vielen Jahren erforschte Hochdrucktechnologie. Zum Hintergrund: Bei Drücken von mehreren tausend Bar können Lebensmittel ohne Erhitzung lange haltbar gemacht werden und gleichzeitig deren Frischeeigenschaften weitgehend erhalten werden. Zwölf Projektpartner haben sich auf Initiative des DIL zusammen geschlossen. Neben weiteren Forschungseinrichtungen beteiligen sich auch Industrieunternehmen wie die Eckes-Granini Group, Nordenia sowie die regional ansässigen Unternehmen Ternäben Service, Lembruch, und Ahrenshorster Edelfisch, Badbergen, an dem Projekt. TW


TITELTHEMA: Automatisierung
Erstmals auf der Drinktec 2009 präsentiert und bereits produktiv im Einsatz: die neue Getränke-Abfülltechnik von Sipa Berchi. Diese entstand in enger Zusammenarbeit mit Siemens auf Basis einer PC-basierten Automatisierungslösung.
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Eine Entwicklung von GE Intelligent Platforms, ist die Visualisierungssoftware Proficy Pulse, mit der sich Echtzeitsituationen und historische Daten anzeigen, analysieren und korrelieren lassen. Sie liefert Daten zur gemeinsamen Nutzung über das Internet.
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