15.04.2010: Reinigungsgerechte Exponate auf der Powtech 2010
Sauberer Auftritt bei den "Pulvertagen" in Nürnberg
An drei Tagen haben rund 15.000 erwartete Fachbesucher im Rahmen der diesjährigen Powtech die Möglichkeit zum intensiven Austausch mit Herstellern, Entwicklern und Produktionsexperten. Auf der Leitmesse für Pulver-, Granulat- und Schüttguttechnologien präsentieren in diesem Jahr knapp 700 Aussteller wegweisende Produkte, aktuelle Technologien und künftige Trends. Zu sehen sind auch zahlreiche reinigungsgerecht gestaltete Exponate.
Gericke (Halle 6, Stand 311) hat das Sortiment der zuverlässigen und langlebigen GMS-Mischer ergänzt, um für die Nahrungsmittelproduktion und deren zunehmenden Anforderungen an Hygiene und Reinigung eine wirtschaftliche und sichere Maschine anzubieten. Die Multiflux- oder Mehrstromfluid-Mischer bilden mit zwei horizontal angeordneten, kämmenden Mischwerkzeugen ein mechanisches Fließbett.
Da der Mischprozess auf dem Austausch der Partikel durch Konvektion beruht, garantiert dieses Funktionsprinzip produktschonende Mischungen. Mit der Konstruktion des neuen GMS C, C steht für die einseitig gelagerten Misch-Rotoren, wird nicht nur die Anzahl der Dichtungen mit Produktkontakt halbiert. Dank der einseitigen Lagerung kann wahlweise die Stirnseite des Mischers komplett geöffnet werden oder in der Version GMS ECD die gesamte Antriebseinheit mit Mischrotoren aus dem Gehäuse herausgezogen werden. Große, seitlich angebrachte Reinigungstüren erleichtern zudem die Innenreinigung des Mischergehäuses. Die neue Ausführung verkürzt die Inspektions-, Demontage- und Reinigungszeit.
Die Wellendichtungskonzepte werden den Produkt- und Prozessanforderungen angepasst und eingesetzt. Es stehen radial demontierbare, robuste und trotzdem nahrungsmittelkonforme Stopfbuchsen für den unkomplizierten Betrieb zur Verfügung oder in der Variante „hypergienic“ Halbschalendichtungen, welche ohne Werkzeuge oder Hilfsmittel von der Welle entfernt werden können und einen uneingeschränkten Zugang gewähren.
Ausgereifte Rapid-Baureihe gegen Metall
S+S Separation and Sorting Technology, Schönberg, (Halle 7, Stand 667) präsentiert zur Powtech die technologisch ausgereiften Metall-Separatoren der Rapid-Baureihe, die magnetische und nichtmagnetische Metallteilchen (Stahl, Edelstahl, Aluminium) aus freifallenden Schüttgütern entfernen. Die Rapid-Baureihe, die 1980 im Markt eingeführt wurde,schuf die Voraussetzungen für die heute führende Position von S+S in der industriellen Metallseparation. Die Idee, die Rapid-Serie auch in der Lebensmittelindustrie einzuführen, resultierte letztlich aus Kundenanfragen. Die Qualitätssicherung steht dabei im Vordergrund. In Standards und Richtlinien wie HACCP, BRC und IFS sind die wichtigsten Anforderungen an das Qualitätsmanagement von Lebensmittelherstellern festgelegt, die für eine Zertifizierung unbedingt erfüllt werden müssen. Ein mit entscheidendes Kriterium ist die Detektion und Separation von Metallen und Fremdkörpern. Die Technologien zur Produktinspektion in der Lebensmittel-Industrie haben da-raus resultierend eine besonders rasante Entwicklung genommen.
Der Metall-Separator Rapid 5000 wurde für die hohen Anforderungen in der Lebensmittel-, chemischen und pharmazeutischen Industrie entwickelt. Vor allem der mechanische Aufbau berücksichtigt die besonderen hygienischen Anforderungen, die z.B. bei der Herstellung von Babynahrung und pharmazeutischen Wirkstoffen zu berücksichtigen sind. Mittels der "Easy-Clean" Schwenkeinrichtung (Option) ist die gesamte Ausscheidemechanik leicht zugänglich sowie bei einer Produktumstellung in kürzester Zeit leicht zu reinigen.
Neuentwicklungen in der Sortier- und Austragstechnik
Als Traditionsaussteller der POWTECH präsentiert die Brabender Technologie KG, Duisburg, (Halle7, Stand 164) auch in diesem Jahr wieder ihre jüngsten Neuentwicklungen und einen aussagefähigen Querschnitt ihres umfangreichen Lieferprogrammes zum Dosieren und Austragen von Schüttgütern. Erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden dabei die neuen gravimetrischen Dosierer der "Brabender Food Line", die in enger Zusammenarbeit mit führenden Lebensmittelherstellern unter besonderer Berücksichtigung einschlägiger Standards, Richtlinien und Empfehlungen für die Lebensmittelindustrie (DIN EN 1672-2, EHEDG, FDA, usw.) entwickelt wurden. Zu der so entstandenen Gerätegruppe gehören Hygienic-Design-Versionen bewährter Brabender-Dosierer, darunter der bekannte Brabender-FlexWall Plus-Dosierer mit paddelmassiertem flexiblem Trog, Dosierdifferenzialwaagen mit Schneckendosierern in Rührwerkstechnik, Dosiervibrationstrogdosierer sowie die Brabender-Dosierbandwaage für hohe Leistungen bei kompakten Abmessungen.
Somit bietet die "Food Line" geeignete Dosiergeräte für praktisch alle in der Lebensmittelindustrie zu dosierenden Schüttgüter von feinkörnigen bis hin zu stückigen und empfindlichen Produkten. Natürlich gibt es auch für alle anderen Schüttgut verarbeitenden Industrien reichlich Interessantes nach dem neuesten Stand der Technik zu sehen.
Saubere Behälter für sensible Güter
Ob Pulver, Granulat, pastöse oder flüssige Medien - Bolz Intec aus Argenbühl-Eisenharz (Halle 9, Stand 612) bietet für jede Substanz die richtigen Behälter. Sämtliche Behälter werden in Eigenanfertigung nach den GMP- und HACCP-Richtlinien produziert und sind uneingeschränkt in der Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie einsetzbar. Die Fässer können individuell zusammengestellt werden. Das Nutzvolumen reicht von 0,5 bis 320 Liter. Luftdichten Verschluss gewährleisten die wiederverwendbaren Spannringdeckel mit Einlegbarer Rundschnurdichtung und die Dichtungsmaterialien Silikon, EPDM, Viton sowie FEP-ummantelte Dichtungen mit FDA-Zulassung. Die Deckelfässer aus Edelstahl maximalen Schutz und sind für den Einsatz in hygienesensiblen Bereichen geeignet.
Mit einer neuen Zapfpistole erzielt FLUX-Geräte (Halle 6, Stand 122) punktgenaue Verbesserungen für den Arbeitseinsatz durch feinere Dosierbarkeit und leichtere Bedienbarkeit bei optimierter Sicherheit. Genauso für die Praxis konzipiert ist die Abfülleinheit. In Kombination mit Pumpe, Mengenmesser und Schaltverstärker dient sie zum halbautomatischen Abfüllen von Medien und bietet so eine hochinteressante und kostengünstige Alternative zu Abfüllautomaten und -stationen.
Die bewährten JuniorFlux Fass- und Laborpumpen dienen zum Abfüllen, Entleeren, Umfüllen und Dosieren von kleinen Flüssigkeitsmengen. Antriebsmotor und Pumpenrohrsatz bilden dabei eine Einheit. Mit dem neu entwickelten CombiFlux benötigt der Anwender nur noch einen Motor, selbst wenn er mehrere Pumpenrohrsätze verwenden will. Der Motor FEM 3070 wird hierbei mittels Schnellspannsystem mit den entsprechenden Pumpenrohrsätzen kombiniert.
Neue Vakuumprozessanlage
Auf der diesjährigen POWTECH stellt Romaco FrymaKoruma (Halle 6, Stand 233) erstmals die Vakuumprozessanlage Frymix II vor. Sie überzeugt durch ihr innovatives Prozesswerkzeug, das in ein geschlossenes Behältersystem integriert ist. Der leistungsstarke Homogenisator mit Rotor-Rotor-System hat einen konischen Aufbau. Mit genau definiertem Energieeintrag verarbeitet er die Inhaltsstoffe in der gewünschten Tröpfchengröße und -verteilung.
In gegenläufiger Drehrichtung kann das Produkt scherfrei gemischt und umgewälzt werden. Ein trichterförmiger Leitkonus sorgt für hohe Turbulenzen im Behälterinneren sowie für eine optimale Entlüftung im Dünnfilmverfahren. Das einzigartige Maschinendesign ermöglicht einen effektiven und durchgängigen Wärmeaustausch während der einzelnen Heiz- und Kühlphasen. Dank ihres innovativen Produktflusses dient die Technologie insbesondere der Verarbeitung von wärme- und schersensitiven Produkten. Die Frymix II wurde speziell für die Herstellung von hochwertigen Emulsionen und Suspensionen konzipiert. Ihre Entwicklung erfolgte strikt nach den Vorgaben der cGMP/GAMP. Die interne Produktzirkulation sowie der Verzicht auf externe Rohrleitungen bieten optimale Bedingungen für eine schnelle und gründliche Reinigung und Sterilisation.
Aufgrund der Anordnung der Maschinenantriebe im Behälterdeckel kommen die Dichtungssyteme nicht mit dem Produktstrom in Berührung. Die Frymix II kann daher wahlweise mit Wellendichtring- oder Gleitringdichtungskonzepten ausgestattet werden. Auch unter Kostengesichtspunkten erweist sich das neue Design daher als vorteilhaft.
"Revolutionäre" Big-Bag-Befüllanlage
Immer öfter wird seitens der Kundschaft die Anforderung gestellt, Big-Bags in einem besonderen Hygienebereich (sog. Weißer Bereich) zu füllen und erst nach der Ausschleusung in einem geringer spezifizierten Hygienebereich (sog. Schwarzer Bereich) zum weiteren Transport auf Paletten abzusetzen. In der Vergangenheit wurden verschiedene derartige Anlagen realisiert, bei denen ein zusätzliches Transportsystem und eine gebäudefeste Schleuse installiert wurden.
Alle bekannten Systeme haben jedoch eine Reihe systemimmanenter Mängel. Deshalb entstand bei Derichs (Halle 9, Stand 418) die Idee, die Schritte Befüllung, Schleusung und Absetzen in einem kompakten Gerät zu integrieren, so dass eine komplette funktionsfähige Einheit entsteht, die einfach in den Produktionsprozess integriert werden kann. Die gefundene Lösung erwies sich als so interessant, dass sie umgehend zum Patent angemeldet wurde. Die Befüllanlage wird in die Hygieneverkleidung zwischen der Schwarzen und Weißen Zone eingebaut. In der Weißen Zone hängt der Bediener einen zu füllenden Big-Bag an und startet den Befüllvorgang. Dieser läuft wie bei den bisherigen Befüllanlagen auch weitestgehend rezeptgesteuert und automatisiert ab.
Bevorzugt wird hängend gefüllt, es kann jedoch auch eine Verdichtungseinheit installiert werden. Sowie die Befüllung den vorgegebenen Gewichtswert erreicht hat kann der Bediener den Big-Bag abkuppeln und verschließen. Nun wird die Ausschleusung gestartet. Die Tore öffnen über Kreuz und die beiden Tragarme werden um 90° in die Schleuse geschwenkt. Die Tore werden geschlossen und die beiden anderen geöffnet. Die Tragarme können nun um weitere 90° geschwenkt werden. Der Bediener im Weißen Bereich kann nun den zweiten Tragarm mit einem leeren Big-Bag bestücken, während der soeben gefüllte Big-Bag auf der Schwarzen Seite vollautomatisch auf eine Palette abgesetzt wird. Durch die Ausführung mit zwei Tragarmen mit Sackaufhängungen kann die Abfüllleistung erhöht werden. Für kleinere Leistungen reicht auch eine einfache Ausführung.
Sterilventil-Baureihe komplettiert
Mit der Erweiterung der Tankbodenventile in unterschiedlichen Varianten hat GEA Tuchenhagen (Halle 1, Stand 115) das Programm seiner VESTA-Sterilventilbaureihe vervollständigt. Damit stehen den Anwendern jetzt vielschichtige Einsatzmöglichkeiten auf Grundlage steriltechnischer Anforderungen zur Verfügung. VESTA-Sterilventile, ein innovatives Konzept von Einsitzventilen mit PTFE Faltenbalg, bieten in allen Prozessen verfahrenstechnische und wirtschaftliche Vorteile.
Die VESTA-Sterilventilbaureihe wurde speziell für die Märkte Pharma, Nahrungsmittel, Kosmetik und Biotechnologie entwickelt. Kernelement ist ein PTFE-Faltenbalg als Dichtelement mit patentiertem Dichtsystem und hoher Lebensdauer. Prozesssicherheit und höchste Produktqualität sind bekannte Anforderungen in steriltechnischen Anwendungen. Speziell Sterilventilen fällt hierbei eine Schlüsselposition zu, wenn es darum geht, den Prozessinnenraum hermetisch und sicher von der Außenatmosphäre zu trennen. Darüber hinaus müssen die Anlagen auch CIP- und SIP-reinigungsfähig sein. Eine erfolgreiche und reproduzierbare Reinigung ist nur möglich, wenn bestimmte Konstruktionskriterien erfüllt sind.
Neben der Qualität (Topographie) der produktberührten Oberflächen hat dabei vor allem die Geometrie einen entscheidenden Einfluss. Eines der signifikanten erreichten Ziele war ein Nachweis der Reinigbarkeit. Moderne Entwicklungstechniken wie die Strömungssimulation wurden eingesetzt, um bereits in der Entwicklungsphase Rückschlüsse auf die Reinigungseffizienz ziehen zu können. Alle realen Testläufe zeigten hervorragende Reinigungsergebnisse. Mit dieser Grundlage erfolgten die EHEDG-Tests bei einem unabhängigen Institut. Ein entsprechendes Gutachten und das EHEDG-Zertifikat liegen vor.
Qualifizierte und validierte Reinigungsverfahren
Auf der diesjährigen Technopharm stellt sich die Ecolab Deutschland GmbH (Halle 1, Stand 465) als Marktführer für Hygiene in Produktionsanlagen vor. Ecolab bietet qualifizierte Dosiersysteme und deren praktische Applikation an. Kernstück dabei ist das Dosiersystem der Typenreihe EMP, das neben einer hohen Präzision, Zuverlässigkeit und Funktionalität den besonderen Anforderungen der Pharmaindustrie gerecht wird: Qualifizierung gemäß Annex 20 EG-GMP-Leitfaden, GMP-konforme DQ, IQ und OQ-Dokumentation sowie Materialbeständigkeit gemäß DIN ISO 1817. Beispielhaft für die Anwendung dieser innovativen Dosiertechnik werden Anlagen zur Fassreinigung und mobile CIP-Anlagen vorgestellt. Eine weitere Neuheit ist die Anwendung der Niederdruck-Schaumreinigungstechnologie in Isolatoren. Für den Bereich der Personalhygiene werden zwei neue Varianten von Hygieneschleusen gezeigt: eine Station mit zwangsgeführter Händedesinfektion „Inlet Complete“, sowie die Kompaktlösung „Traditio Complete“ mit Händehygiene und Sohlenreinigung auf engstem Raum.
Zusammen mit der bewährten Unterstützung zur Reinigungsvalidierung mit P3-cosa Reinigungs- und Desinfektionsmitteln und Ecolab-Serviceleistungen sollen die neuen Engineeringlösungen einen wichtigen Beitrag zur Produktionshygiene leisten.
Hocheffizienter Präzisionsfarbsortierer
In Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IOSB hat die HM Anlagentechnik GmbH (Halle 6, Stand 428) aus Stuhr-Brinkum bei Bremen das hocheffiziente Farbauslesesystem HM-C-Sort entwickelt. Die leistungsstarke Anlage erkennt und sortiert Bruch, Fremdkörper und Schlechtware aus zahlreichen Granulaten wie Kaffee, Kakao, Reis, Nüssen, Getreide, Saatgut, Bohnen und Hülsenfrüchten. Das besondere Merkmal des Systems ist das hochpräzise Bildaufnahmesystem des Fraunhofer Institutes IOSB, welches das Produkt von zwei Seiten betrachtet. Die eingesetzte Zeilenkamera arbeitet dabei mit einer Taktung von 10.000 Zeilen pro Sekunde. Die Zeilenlänge der Aufnahme beträgt 2.096 Bildpunkte mit drei Farbsensoren je Bildpunkt. Jeder Bildpunkt kann einer von 16 Mio. Farben zugeordnet werden. Die integrierte Konturerkennung garantiert sichere Bruchdetektion. Durch Prüfung von Farbe und Form werden Fremdkörper eindeutig erkannt und aussortiert. Die neue, gleichzeitige Erfassung von Form, Farbe und Kontur sowie der Abgleich mit Farbklassen erlaubt beste Sortierergebnisse trotz produktüblicher Farbvarianten, beispielsweise Rillen in Kaffeebohnen. Die automatische Farbkalibrierung stellt eine einheitliche Erfassung für jeden einzelnen Bildpunkt sicher. Signalunterschiede werden so über die gesamte Zeilenbreite erkannt und kompensiert. Genaueste Sortierung erzielen die lückenlos angeordneten Aktoren, die durch hochpräzise Schnellschaltventile der neuesten Generation geschaltet werden. Das gesamte System wurde auf hohe Benutzerfreundlichkeit optimiert. Die Bedienung kann äußerst schnell erlernt werden. Kamera und Ventilblock werden durch eine leicht verständliche Software synchronisiert.
Magnet ganz ohne Schweißnähte
Goudsmit Magnetic Systems aus dem niederländischen Waalre (Halle 9, Stand 322) präsentiert ein neues Sortiment von Clean-Flow-Magneten. Sowohl die normalen, als auch die rotierenden Clean-Flow-Magnete der neuen Serie haben keine Schweißnähte. Dies ermöglicht eine sehr glatte Fertigbearbeitung und schließt jede Bakterienbildung aus. Die Ra-Werte,die zwischen 0,05 und 0,3 liegen, gewährleisten, dass selbst feinster Eisenstaub aus Pulvern entfernt werden kann. Auch die Konstruktion der Tür wurde geändert. Sie hat nun einen Schnellverschluss zwischen dem Extraktor und dem Magneten, so dass der Extraktor immer mit nach außen gezogen wird. Das verhindert, dass der Extraktor während der Magnetreinigung im Produktstrom verbleibt und dadurch Eisen wieder in das Produkt zurückgelangen kann. Durch eine neue Abdichtung kann mit einem hohen Überdruck gearbeitet werden, ohne dass Lecks entstehen. Das ist vor allem beim Abfüllen druckempfindlicher Bigbags wichtig.
Clean-Flow-Magnete gibt es in einer normalen, sich automatisch reinigenden, und in einer rotierenden Version. Sie entfernen Eisenteilchen aus Pulvern und sind je nach Ausführung für schwer zugängliche Stellen und schlecht fließende, fettige Pulver, wie z.B. Milchpulver geeignet. Die Magnete können auch zusammen mit einem Metalldetektor geliefert werden, so dass das Produkt kurz vor dem Laden bzw. Verpacken kontrolliert wird, um zu garantieren, dass keine Metallteilchen zurückbleiben.
Stark in Serie und Sonderlösungen
Jacob Rohrsysteme (Halle 6, Stand 222) demonstriert die Vielfalt und Möglichkeiten seines montagefreundlichen Rohrsystems nach dem Baukastenprinzip. Anschaulich gezeigt werden die Serienkomponenten und Verbindungsmöglichkeiten für die Durchmesser DN 60-800 mm ebenso wie anwendungsspezifische Kundenlösungen aus der Sonderfertigung. Die zu sehenden Neuheiten und Programmerweiterungen beziehen sich insbesondere auf die Produktgruppen der 2-Wege-Verteiler, der Absperrklappen, der Schieber wie auch auf eine Neuheit im Bereich der bis zu 10 bar explosionsdruckstoßfest geprüften Systemkomponenten.
Das modulare Jacob-Rohrsystem findet in nahezu allen Industriebereichen für Schüttgutleitungen oder auch Entstaubungs- und Abluftleitungen weltweit seine Einsatzfelder. Viele Beispiele finden sich in der Lebens- und Genussmittelindustrie: Kaffee, Kakao, Schokolade, Zucker, Getreide oder Tabak.
Labormischer im Miniaturformat
In der Anfangsphase von Produktentwicklungen stehen neue Produkte oft nur in sehr kleinen Mengen zur Verfügung, da entweder die Preise pro Gramm extrem hoch sind oder einfach noch keine größeren Mengen hergestellt wurden. Deshalb hat Hosokawa (Halle 7, Stand 360) die Picoline-Reihe entwickelt. Ziel ist die Aufbereitung wertvoller Materialien in extrem kleinen Mengen unter Verwendung unterschiedlicher Technologien wie z.B. Stiftmühlen, Kugelmühlen, Strahlmühlen, Sichter und Mischer. Zu den neuen Produkten der Picoline-Reihe zählt der Picomix. Bisher hatte Hosokawa Micron nur einen 1-Liter-Cyclomix mit einem Arbeitsvolumen von 250 ml bis 1 Liter für Forschungs- und Entwicklungszwecke im Sortiment. Der Cyclomix zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Leistungsstärke aus, ist aber für manche Anwendungen einfach zu groß. Deshalb wurde der Picomix basierend auf der Cyclomix-Technologie für ein Volumen von nur 100 ml ausgelegt.
Das Arbeitsvolumen des Picomix beträgt 25 ml bis 100 ml. Durch die Entwicklung von Anlagen in Miniaturformat bietet die Picoline-Reihe ausgereifte Produktionstechnologie für Forschungs- und Entwicklungslabore. Der Platzbedarf dieser Kleinstvarianten ist minimal und die Maschinen sind einfach zu bedienen, auseinanderzubauen und zu reinigen. Die bei Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten an einer Maschine der Picoline-Reihe gewonnenen Erkenntnisse lassen sich problemlos auf Maschinen in Pilot- und Technikumsmaßstab übertragen. TW/ct
www.powtech.de
TITELTHEMA: Automatisierung
Erstmals auf der Drinktec 2009 präsentiert und bereits produktiv im Einsatz: die neue Getränke-Abfülltechnik von Sipa Berchi. Diese entstand in enger Zusammenarbeit mit Siemens auf Basis einer PC-basierten Automatisierungslösung.
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Eine Entwicklung von GE Intelligent Platforms, ist die Visualisierungssoftware Proficy Pulse, mit der sich Echtzeitsituationen und historische Daten anzeigen, analysieren und korrelieren lassen. Sie liefert Daten zur gemeinsamen Nutzung über das Internet.
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