26.07.2010: Hygiene-Vakuum-Greifer
Unbeeindruckt von groben Verschmutzungen
Produktdiversifikation und kosteneffiziente Herstellung sind überlebensnotwendige Strategien der Lebensmittelwirtschaft. Für immer mehr Herstellungsprozesse, die bisher überwiegend manuell durchgeführt wurden, lassen sich mit fortschreitender Technologie flexible und modulare Automatisierungssysteme, beispielsweise Robotik, gewinnbringend einsetzen. Wenn es um das Handling von Lebensmitteln geht, ist die Greiftechnik immer eine besondere Herausforderung.
Zunehmende Produktvielfalt und abnehmende Chargengrößen verlangen nach flexiblen Automatisierungslösungen für eine möglichst breite Produktpalette. Neben der Funktionssicherheit stehen Hygienefragen ganz oben in der Anforderungsliste. Gerade für weiche und biegeschlaffe Produkte, wie zum Beispiel Fleisch, sind herkömmliche Vakuumgreifer eher ungeeignet. Flüssigkeiten oder Produktreste wie Zellsäfte, Blut oder Knochenstücke können in das Vakuumsystem gelangen und zur Kontamination von Greifersystem und Betriebsumgebung führen sowie die Funktion beeinträchtigen. Es sind zuverlässige Lösungen gefordert, die einem "Hygienic Design" in vollem Maße entsprechen und die oben genannten Nachteile nicht aufweisen.
100%ige Reinigbarkeit inklusive
Das Ziel des Deutschen Instituts für Lebensmitteltechnik e.V. (DIL) in Quakenbrück ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Lebensmittelindustrie zu stärken. So kann durch die Integration der Robotik in die Verarbeitung – basierend auf dem umfangreichen Know-how des Instituts im Bereich der Lebensmittelherstellung – die Produktivität entscheidend gesteigert werden.
Im Rahmen dieser Aktivitäten hat das DIL einen neuen betriebssicheren Vakuum-Greifer für weiche und biegeschlaffe Produkte entwickelt. Er verbindet die Vorteile eines Vakuum-Greifers, wie zum Beispiel hohe Unabhängigkeit von der äußeren Form mit einer 100%igen Reinigbarkeit.
Der zum Betrieb erforderliche Unterdruck wird aus Druckluft direkt im Greifer erzeugt, so dass auf ein umfangreiches Vakuumsystem mit den oben angeführten Nachteilen verzichtet werden kann.
Die Reinigung kann aktiv durch Tauchen des Greifers in ein Reinigungsbad erfolgen. In diesem Falle wird der interne Unterdruck ausgenutzt, um das Bauteil schnell und effizient zu spülen.
Für die komplette manuelle Reinigung (passiv) kann der Greifer ohne Werkzeuge mit wenigen Handgriffen demontiert werden. Die Funktionsweise ist so gestaltet, dass alle Kanäle und Öffnungen des Vakuumsystems leicht reinigbar sind. Zudem führen Produktreste nicht zur Verstopfung und damit zur Funktionsbeeinträchtigung. Der Vakuum-Greifer ist am DIL verfügbar und kann vor Ort im institutseigenen Roboterlabor mit Ihren Produkten getestet werden. Dazu stehen neben den Greifern ein Scara-Roboter und Produktionsmodule zur Verfügung. TW
www.dil-ev.de
Branchentreff in Sachen HD
Vom 28. Februar bis 1. März findet im Rahmen der Lounges 2012 in Karlsruhe zum sechsten Mal die HygieniCon statt. Das in der Vergangenheit vielfach gelobte Lounge-Konzept mit seinem besonderen Ambiente für Aussteller und Besucher wird 2012 erneut aufgegriffen. Zusammen mit den anderen Themenbereichen der Lounges 2012 wird dabei das Thema Hygienic Design branchenübergreifend dargestellt.
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Messen mit hoher Genauigkeit
Die regelmäßige Reinigung bzw. Sterilisation von Prozessanlagen ist eine notwendige Voraussetzung, um einer Verunreinigung der Produktionscharge durch Mikroorganismen vorzubeugen. Zur Qualitätsüberwachung muss dabei u.a. die Sterilisationstemperatur in Rohrleitungen permanent kontrolliert werden.
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