22.07.2011: Neue CIP-Anlage mit besten Reinigungsergebnissen bei hohem Einsparpotenzial
Kompakt, zentral und zuverlässig
Mit der Innopro CIP C entwickelte KHS eine lokal agierende CIP-Anlage für die Getränkebranche, die neben dem Füllsystem eine zusätzliche Prozesskomponente wie beispielsweise die KZE-Anlage oder den Mixer sowie sich selbst reinigt. Zudem verfügt sie über Containermaße, verhilft dazu Wasser, Chemikalien, Energie und somit Kosten einzusparen und lässt sich innerhalb kürzester Zeit einfach und bei geringem Platzbedarf sowohl in neue als auch in vorhandene Abfülllinien integrieren.
Der Vorteil einer lokalen CIP-Anlage: Ein Medientransport über weite Strecken findet nicht statt. Im Vergleich zu klassischen CIP-Anlagen ist damit auch ein wesentlich geringerer Energieeinsatz nötig, da durch die zentrale Position der Innopro CIP C kaum Aufheizverluste während des Medientransports entstehen. Gleichzeitig wird der Medienverbrauch dank kürzerer Transportstrecken vermindert und es fallen durch geringere Mischphasen deutlich reduzierte Verluste von Wasser und Reinigungsmedien an. Prädestiniert ist die Innopro CIP C für die Reinigung sämtlicher Abfülltechnik. Ob Bier-, Wasser-, Erfrischungsgetränke-, Saft-, Wein- oder Milchabfüllung in Dosen, Glas- und Kunststoffflaschen oder Kegs stattfindet, die kompakte CIP-Anlage ist überall die richtige Wahl. Neben dem Einsatz in der Kaltfüllung eignet sich Innopro CIP C gleichermaßen für aseptische und Ultra-Clean-Abfüllung sowie Heißabfüllung.
Für mittelständische Getränkebetriebe, bei denen ausschließlich die Reinigung einer Abfülllinie ansteht, kann die Neuentwicklung als einzige CIP-Anlage im Abfüllbetrieb fungieren. In Großbetrieben, die über mehrere Linien und ein umfassendes Rohrleitungskonzept verfügen, kann die Innopro ihre Vorteile als kompakte Lösung neben einer zentralen CIP-Anlage ausspielen. Pluspunkte bei diesem Szenario sind zusätzlich zu den aufgeführten Einsparungen die Unabhängigkeit von zentral agierender CIP-Technik, der im Vergleich noch zügigere Reinigungsvorgang und die damit verbundene erhöhte Anlagenverfügbarkeit.
Kompakt und zuverlässig mit Drei-Tank-Konzept
Das neue CIP-Anlagenkonzept verfügt über drei Tanks. Hierbei handelt es sich um Lauge- und Heißwasserbehälter sowie ein Wasservorlaufgefäß, das als „Netztrenner“ fungiert. Ein weiterer Vorteil des Wasservorlaufgefäßes ist der Schutz gegen Trockenlauf der CIP-Vorlaufpumpe. Sollte das Wassernetz im Kundennetz überlastet sein, steht der Anlage über das Wasservorlaufgefäß stets der benötigte Wasservorrat zur Verfügung. Während es immer eine Kapazität von 1.000 Litern vorhält, verfügen der Heißwasser- und der Laugetank jeweils über 3.000 bzw. 4.000 Liter. Die Reinigungsleistung umfasst dabei 30 oder 45 m³/h. Das heißt, dass die Innopro CIP C für die Reinigung von Fülltechnik geeignet ist, die bis zu 150 Füllventile umfassen darf und eine Abfüllleistung bis zu 35.000 l/h realisiert. Auch angepasste kundenspezifische Reinigungsleistungen sind machbar. Ganz gezielt sind die Tanks der Anlage rechteckig gestaltet. Das kommt der kompakten Gestaltung der Gesamtanlage zugute und ermöglicht den kostengünstigen Versand in einem Standard-Seecontainer. Um Containerfähigkeit in vollem Umfang zu gewährleisten, sind alle zum Betrieb der Anlage benötigten Komponenten wie Pumpen, Ventile, Erhitzer, Medientanks sowie der Schaltschrank mit Steuerung auf einem Edelstahlgestell angeordnet und betriebsbereit montiert. Da stets ein einhundertprozentiger Test sämtlicher Komponenten im KHS-Werk stattfindet, lässt sich die Innopro CIP C im Getränkebetrieb gemäß dem Motto „Plug & Produce“ besonders zügig in Betrieb nehmen: Einfach Stapeltankbereich positionieren, Reinigungsmittelbehälter, Frischwasser- und Dampfzufuhr sowie Pneumatik anschließen und die Anlage ist betriebsbereit.
Exakte Arbeitsweise überzeugt
Das Aufheizen von Reinigungsmedien und Heißwasser übernimmt ein Plattenwärmetauscher mittels Sattdampf. Die Einstellung und Regelung der Reinigungstemperatur geschieht per elektropneumatischer Temperaturregelung. Für die Zirkulation der einzelnen Reinigungsmedien sorgt die Vorlaufpumpe ebenso wie für die Aufrechterhaltung des festgelegten Reinigungsdrucks. Bei der CIP-Reinigung folgt auf ein Ausschieben von Produktresten durch Frischwasser aus dem Wasservorlaufgefäß üblicherweise die Laugereinigung.
Während Frischwasser im Anschluss an den ersten Reinigungsvorgang direkt verworfen wird, findet für Lauge eine Leitfähigkeits- und Temperaturmessung statt. Auf Basis der ermittelten Leitfähigkeitswerte wird die Entscheidung gefällt, ob rückgeführte Lauge zu verwerfen oder dem Laugetank erneut zuzuführen ist. Ein eventuell notwendiges Nachheizen von wiederverwendbarer Lauge übernimmt der dampfgespeiste Plattenwärmetauscher. Das Nachdosieren von Lauge ist Aufgabe des pneumatischen Dosagesystems. Auf die an die Laugereinigung anschließende Heißwasserspülung ist als finaler Schritt der CIP-Reinigung das Ausspülen der Anlage mit Kaltwasser geplant, um eine Abkühlung der Rohrleitungen und Baueinheiten zu erreichen. Zur Entfernung von Ablagerungen praktizieren Abfüllunternehmen von Zeit zu Zeit die CIP-Reinigung mit Säure.
Steht diese auf dem Programm, kann bei der Innopro CIP C Säure über die Dosagepumpe in den vorhandenen Heißwasserbehälter gegeben und von dort aus den zu reinigenden Komponenten zugeführt werden. Als Standard verfügt die Innopro CIP C über eine Dosagepumpe, die sowohl die Lauge- wie auch im Bedarfsfall die Säuredosierung übernimmt. Um Umstellarbeiten bei einer anstehenden Säurereinigung zu vermeiden, ist optional die Integration einer zweiten Dosagepumpe möglich. Im Anschluss an die Säurereinigung wird die Säure verworfen und dann mit Frisch- und Heißwasser gespült. Der Vorteil ist, dass der Invest in einen zusätzlichen Säuretank entfällt, wodurch sich die Investitionskosten reduzieren. Neben der Reinigung von Füllsystem und Prozesskomponente übernimmt das System auch die von Zeit zu Zeit notwendige Eigenreinigung. Die CIP-Medien werden für den Reinigungsvorgang den jeweiligen Tanks über Sprühkugeln zugeführt. Die Sprühkugeln sind so gestaltet, dass sie die Tankwände mit Reinigungslösung bzw. Spülwasser intensiv beschwallen, um in den rechteckig gestalteten Tanks optimale Reinigungsergebnisse zu erzielen.
Manuell oder vollautomatisch gesteuert
Bei der Investition in die kompakte CIP-Anlage kann zwischen manuell gesteuertem Betrieb und Vollautomatisierung gewählt werden. Während bei manueller Auslegung beispielsweise die Vorlaufpumpe ebenso wie die Dampf- und Frischwasserzuführung von dem Anlagenbediener einzuschalten ist und Füllstände, Temperaturen von Tanks sowie Leitwerte rückgeführter Reinigungsmittel visuell abzulesen sind, laufen im vollautomatisierten Betrieb sämtliche Arbeitsschritte ganz so ab wie im Rezept hinterlegt. So lassen sich produktabhängige CIP-Zeiten, CIP-Temperaturen und Reinigungsmittelkonzentrationen ebenso in das System eingeben wie Leitwerte von wieder zu verwendenden Medien. Reinigungsphasen und Prozesse werden dabei am Touch Panel visualisiert. Bei Bedarf stehen weitere Optionen zur Verfügung, die bewusst begrenzt wurden, um die Einfachheit und Übersichtlichkeit des Systems zu gewährleisten. So können Medientanks optional mit einer Isolierung versehen werden, was eine nochmalige Energieeinsparung bringt. Durch die rechteckige Tankgestaltung ist die Medientankisolierung im Vergleich zu klassischen CIP-Anlagen mit runden Behältern nicht nur einfacher, sondern auch wesentlich kostengünstiger zu bewerkstelligen. Wahlweise werden die Tanks in Standardedelstahl Niro 304 oder in Niro 316 geliefert. So bietet sich die Investition in das korrosionsresistentere Niro 316 an, wenn die Chlorid-Belastung der Tanks bei praktizierter Säurereinigung besonders hoch ist. Ebenfalls im Standard implementiert ist ein Dampfdruckminderer vor dem Plattenwärmetauscher, der es ermöglicht, Sattdampf mit einem Druck von bis zu 10 bar anzuliefern. Standardmäßig integriert ist ReDis (Remote Diagnostic Service). Sollte Unterstützung notwendig sein, lässt sich eine direkte Verbindung zum KHS-ReDiS-Service-Center schaffen und eine umgehende Fernanalyse findet statt. Denkbar ist auch die Durchführung von Neuprogrammierungen durch ReDiS, was die Anlagenverfügbarkeit erhöht. Insgesamt bietet die Innopro CIP C nicht nur durch die Auslegung des Systems zahlreiche Vorteile, sondern auch einen Investitionsvorteil von zirka 15 Prozent gegenüber Standard-CIP-Anlagen. Gleichzeitig folgt sie dem Trend zu immer kompakter gestalteten Anlageneinheiten, die sich besonders sparsam und wartungsfreundlich darstellen und implementieren lassen. AAR/ct
www.khs.com
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