EHEDG Guideline Doc. 8
Gestaltungskriterien für hygienegerechte Maschinen
Die Guideline Doc. 8 der EHEDG beschreibt die Merkmale für das Hygienic Design von Apparaten, die zur Verarbeitung von Lebensmitteln bestimmt sind. Das Grundziel ist die Vermeidung der mikrobiellen Kontamination von Nahrungsmitteln. Solche Kontaminationen können von den Rohstoffen stammen. Aber das Produkt kann auch während der Verarbeitung und Verpackung mit Mikroorganismen kontaminiert werden.
Wenn Maschinen und Apparate nicht hygienegerecht konstruiert sind, wird es schwierig, sie zu reinigen und von Mikroorganismen zu befreien. Diese können dann überleben und sich in Produktrückständen, in Spalten und unzugänglichen Bereichen vermehren.
Bei der Zielsetzung, dass die Apparate in erster Linie den Zweck erfüllen, für den sie konstruiert wurden, können mitunter hygienische Erfordernisse mit funktionellen Notwendigkeiten kollidieren. Beim Suchen eines akzeptablen Kompromisses ist es unbedingt nötig, dass die Lebensmittelsicherheit niemals gefährdet wird.
Eine Nachrüstung vorhandener Maschinen und Apparate zur Erreichung der erforderlichen hygienischen Standards kann überaus teuer und ineffizient sein. Aus diesem Grunde sollten die hygienischen Anforderungen bereits in der frühesten Planungsphase Berücksichtigung finden. Die Übereinstimmung mit hygienischen Anforderungen führt nicht nur zu einer hohen Produktsicherheit, sondern auch zu einer längeren Lebensdauer der Geräte, zu weniger Wartungen und somit zu niedrigeren Produktionskosten.
Die Guideline wurde erstmals 1993 veröffentlicht, mit der Absicht die hygienischen Anforderungen detailierter als in der damaligen Maschinenrichtline zu beschreiben. Abschnitte sind später in die Normen EN 1672-2 und EN ISO 14159 eingeflossen.
Zielsetzung und Anwendungsbereich
Die Empfehlung der EHEDG behandelt die wesentlichen Konstruktionskriterien, die bei der Herstellung von hygienisch und aseptisch einwandfreien Maschinen und Apparaten zur Nahrungsmittelproduktion eingehalten werden müssen. Sie enthält Richtlinien für die Konzipierung und Konstruktion von Maschinen und Apparaten zur Nahrungsmittelherstellung, die den Erfordernissen der mikrobiologischen Sicherheit und der Qualität der Erzeugnisse Rechnung tragen.
Die Richtlinien beziehen sich auf Maschinen und Apparate, die für offene und geschlossene Herstellungsprozesse eingesetzt werden.
Die Anfälligkeit eines Erzeugnisses für Mikroorganismen bestimmt weitgehend die Balance zwischen normalen Konstruktionsanforderungen und den Hygiene-Anforderungen. Trockenerzeugnisse weisen beispielsweise kein hohes Wachstum an Mikroorganismen auf und stellen deshalb keine so hohen Anforderungen wie Nasserzeugnisse. Wenn die Anlage jedoch dazu bestimmt ist, Nahrungsmittel für Risiko-Konsumentengruppen herzustellen, sind die Anforderungen an das Hygienic Design strenger. Hier müssen sich die Planer ggf. mit den zuständigen Behörden verständigen. TW
www.ehedg.org
Den vollständigen Text zur Guideline Doc. 8 der EHEDG finden Sie hier ...download pdf
Branchentreff in Sachen HD
Vom 28. Februar bis 1. März findet im Rahmen der Lounges 2012 in Karlsruhe zum sechsten Mal die HygieniCon statt. Das in der Vergangenheit vielfach gelobte Lounge-Konzept mit seinem besonderen Ambiente für Aussteller und Besucher wird 2012 erneut aufgegriffen. Zusammen mit den anderen Themenbereichen der Lounges 2012 wird dabei das Thema Hygienic Design branchenübergreifend dargestellt.
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Messen mit hoher Genauigkeit
Die regelmäßige Reinigung bzw. Sterilisation von Prozessanlagen ist eine notwendige Voraussetzung, um einer Verunreinigung der Produktionscharge durch Mikroorganismen vorzubeugen. Zur Qualitätsüberwachung muss dabei u.a. die Sterilisationstemperatur in Rohrleitungen permanent kontrolliert werden.
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