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Die Lebensmittelindustrie muss sich immer aufs Neue den Anforderungen des Einzelhandels und den Ernährungstrends der Verbraucher stellen. Entscheidend ist nicht nur, wie konsequent Marketing und Produktentwicklung neue Trends aufgreifen, sondern vor allem, ob die Produktion diese flexibel, effizient und in hoher Qualität umsetzen kann. Auf der Powtech (26. bis 28.09., Nürnberg), der Leitmesse für mechanische Verfahrenstechnik für Pulver und Schüttgut, finden Anwender dazu die neuesten technischen Lösungen – vom Sortieren übers Mahlen und Mischen bis hin zum Agglomerieren und Abfüllen. In unserem Online-Special geben wir einen ersten Ausblick auf die Messe.

Mischer für die Herstellung von Brausetabletten

19.09.17: Vitamine, Spurenelemente, funktionelle Wirkstoffe, sowie Flüssigaromen und Lebensmittelfarben werden im Mischer von Amixon mikrofein homogenisiert. Im mit Stickstoff gefüllten Mischraum findet der eigentliche Mischprozess ohne Sauerstoff statt – so werden die Güter vor Oxidation geschützt und kleinste Komponenten wie Spurenelemente oder Enzyme homogen verteilt. Es entstehen Tablettenmassen und funktionelle Pulver mit homogener Porosität, gleichmäßiger Einfärbung und exzellenter Löslichkeit. Die ideale Vermischung wird durch die totraumfreie Verströmung gewährleistet. Die Mischwerkzeuge sind nur oben gelagert und angetrieben. Trockene, feuchte oder suspendierte Güter werden unabhängig von differierenden Partikelgrößen, Schüttdichten und Fließeigenschaften bei geringer Drehfrequenz ideal durchmischt. Bereits nach ungefähr 40 bis 160 Mischwerkumdrehungen werden technisch ideale Mischgüten erzeugt, die in der Praxis nicht mehr verbesserbar sind.

Drehzahlgeregelte Multi-Klauen-Vakuumpumpe

19.09.17: Maschinenseitig stellt Atlas Copco in Nürnberg die neue DZM-Baureihe aus: ein trocken laufendes Multi-Klauen-Vakuumpumpensystem, das sich besonders gut für die Förderung von Schüttgut eignet. Es zeichnet sich durch geräuscharmen Betrieb sowie anwenderfreundliches Plug-and- Play aus. Die DZM-Pumpen erzielen ein Saugvermögen von bis zu 1.260 Kubikmeter pro Stunde und lassen sich als zentrale Vakuumversorgung für Handling-Aufgaben oder Extrusionsprozesse einsetzen. Da die klauenförmigen Rotoren in der Pumpenkammer, die sich gegenläufig drehen, weder sich gegenseitig noch die Kammerwand berühren, sind die Vakuumpumpen sehr langlebig und zuverlässig.

Pneumatikpacker mit geringer Reinigungszeit

19.09.17: Der Brutto-Pneumatikpacker BVP von Greif-Velox zum Abfüllen von Pulver und feinkörnigen Produkten ermöglicht dank seines neuen Kesselauslaufs eine Reduzierung der Reinigungszeiten um bis zu 80 Prozent auf fünf Minuten. Besonders bei Anwendungen, wo regelmäßige Produktwechsel notwendig sind, spielt diese Möglichkeit eine Rolle. Die reduzierte Reinigungszeit resultiert aus dem Restentleerungsverfahren. Dank neuer Konstruktionsformen, neuer Materialien sowie eines innovativen Luftspülsystems verbleiben deutlich weniger Produktreste im Kessel als branchenüblich: Das Unternehmen garantiert weniger als zwölf Gramm Produktrest im Kessel. Normalerweise verbleibt in einem Kessel bis zu einem Kilogramm des abzufüllenden Produktes.

Eine Besonderheit des Magnetrührsystems VPureMix von AWH ist die gekapselte Sensorik.

Magnetrührsystem mit gekapselter Sensorik

20.08.17: Für höchste Ansprüche an Sicherheit und Sterilität präsentiert Armaturenwerk Hötensleben das neue Magnetrührsystem VPureMix. Dank der magnetischen Kupplung besteht keine physische Verbindung zwischen Tankinnerem und -äußerem, was die Risiken einer konventionellen Wellendurchführung wie Leckagen oder Kontaminationen eliminiert.

Der keramisch gelagerte Mischkopf sorgt mit seinen geringen Scherkräften für eine schonende Mischung und für eine risikofreie Tankentleerung im laufenden Betrieb. Da er nach oben offen ist, kann der Mischkopf einfach abgenommen und ein neuer aufgesetzt werden. Der Motor kann je nach Bedarf um 360° geschwenkt und damit selbst bei engen Platzverhältnissen am Tank problemlos untergebracht werden. Zudem lassen sich auch Getriebe und Tankbefestigung des Mixers ohne großen Aufwand reinigen, da der Verzicht auf hervorstehende Bolzen und Schrauben für glatte Oberflächen sorgt.

Eine antibakterielle Lackierung der Antriebseinheit reduziert die Verkeimungsgefahr zusätzlich. Der VPureMix ist in den Versionen LS50 bis LS2000 für Mischvolumina von 20 bis 2.000 Litern erhältlich. Im Laufe des Jahres sollen weitere Modelle für Mischvolumina bis 20.000 Liter hinzukommen. Ein Online-Konfigurator hilft zudem, das geeignete Modell für die jeweilige Anwendung zu bestimmen.

Die Kunst des Trocknens

20.08.17: Harter fertigt seit über 25 Jahren effiziente und energiesparende Trocknungsanlagen im Niedertemperaturbereich. Mit der auf der Powtech präsentierten Airgenex- Kondensationstrocknung und ihren Systemvariante "Airgenex food" werden Lebensmittel bei niedrigen Temperaturen zwischen 20 und 90 Grad Celsius schonend getrocknet. Durch den Einsatz extrem trockener Luft im Zusammenspiel mit einer individuell angepassten Luftführung werden sehr kurze Trocknungszeiten mit gleichzeitig hochwertigen Ergebnissen umgesetzt. Zugleich sorgt die integrierte Wärmepumpentechnik für höchste Effizienz. Der Prozess findet stets im geschlossenen System statt und ist daher völlig klimaunabhängig. Reinraumumgebungen werden nicht beeinflusst. Durch geringfügige Anpassungen kann die Airgenex-Kondensationstrocknung auch zur Kühlung verwendet werden, falls dies gewünscht oder prozessbedingt erforderlich ist. Die Luftentfeuchtung mittels Wärmepumpe ist für Batchbetriebe jeglicher Art genauso einsetzbar wie für alle kontinuierlichen Verfahren. Auch eine druckluftfreie Abblastechnik gehört zum Portfolio des Trocknungsanlagenbauers.

Tabletten-Coater neu konzipiert

17.08.17: Mit einer neu entwickelten Luftführung will Lödige die Durchsatzleistung beim Tablettencoating deutlich steigern. Anders als bei der herkömmlichen Zwangsführung über einen Zuluftschuh strömt die Zuluft bei den Coatern der LC-Serie mittels eines Luftverteilerrohrs über einen großen Umfang der Trommel in Richtung Tablettenbett. So wird ein gleichmäßiger, weitgehend turbulenzfreier Eintritt großer Luftmengen in die Trommel ermöglicht. Der unerwünschte Effekt der Sprühtrocknung und damit verbundene Verluste beim Coating werden vermieden. Damit verlängern sich nicht nur die Zeitabstände zwischen den Reinigungen, auch der Aufwand für die Reinigung sinkt merklich. Ist eine Reinigung erforderlich, kann diese auch bei hochwirksamen Produkten in der Regel einfach und wirtschaftlich mit einem integrierten WIP- oder CIP-System durchgeführt werden. Für ein optimales Sprühergebnis ist die exakte Einstellung des Abstands der Düsen zum Tablettenbett entscheidend. Um diese sicher und einfach vornehmen zu können, wurden die Coater mit neuen Features ausgestattet: Ein Laserabstandssensor führt die entsprechende Messung durch. Die Justierung des Düsarms erfolgt anschließend von außen über ein Handrad. Der Bediener ist damit – im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen – nicht gezwungen in den Coater zu greifen.

Das Konzept der LC-Coater von Lödige sorgt für hohe Trocknungskapazitäten und hohe Sprühraten.

Der neue Magnet von Goudsmit Magnetics wurde unter anderem für die Zuckerindustrie entwickelt.

Eisen aus Pulver- und Schüttgütern filtern

31.07.17: Auf der Powtech zeigt Goudsmit Magnetics den stetig reinigenden Cleanflow-Magnet. Dieser entfernt sowohl Eisen als auch rostfreien Stahl aus Pulvern und Schüttgütern und erreicht Kapazitäten bis zu 200 Tonnen pro Stunde. Das System ist für den Einsatz in den ATEX-Zonen 20/22 geeignet und reinigt ohne Anhalten den Produktstrom. Die Montage ist direkt unter dem Sieb, aber auch unmittelbar vor dem Verpacken möglich. Neben der Vermeidung von Schadensersatzansprüchen, schützen die Magnete auch vor dem Festlaufen durch Eisenverschmutzungen.

Geringe Oberflächenrauheit und die Vermeidung von Toträumen sind wichtige Faktoren für die Druckmittler von Labom.

Hygienischen Druckmittler für jeden Prozess

20.07.17: Ein besonderes Augenmerk von Labom liegt auf der Hygiene: Alle auf der Powtech gezeigten Druckmittler sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich und zeichnen sich durch eine besonders geringe Oberflächenrauheit von bis zu unter 0,4 Mikrometer aus. Denn nur eine fehlerfreie Oberfläche ohne Kratzer, Poren, Spalten und Risse lässt sich mit automatisierten Verfahren reinigen und sterilisieren. Eine kritische Stelle sind häufig die Schweißnähte – hier hat das Unternehmen aus Hude ein patentiertes Verfahren entwickelt, das außergewöhnlich glatte Nähte ermöglicht. Die Druckmittler sind so designt, dass Toträume effektiv vermieden werden – auch das trägt zur hygienegerechten Anwendung bei. Die hochlegierten Edelstähle sind korrosionsbeständig und chemisch inaktiv und eignen sich deshalb besonders für den Einsatz in den Branchen Food und Pharma. Sondermaterialien wie Hastelloy, Tantal oder Beschichtungen, um beispielsweise die Säureresistenz zu erhöhen, ergänzen das Produktportfolio.

Mischer für die Herstellung von Brausetabletten

20.07.17: In der Ausführung im Labormaßstab wird der Ventilus V 2.5 von Romaco Innojet für die Prozesse Granulation, Trocknung und Coating von Partikelgrößen ab zehn Mikrometer bis zwei Millimeter eingesetzt. Dank seines speziellen Designs der Anlagen und der effizienten Prozessluftführung verkürzen sich die Batchzeiten bis zu 25 Prozent. Im zylindrischen Produktbehälter herrschen gleichmäßige Strömungsverhältnisse, die für eine schonende Umwälzung der Charge sorgen. Die Prozessluft wird durch den Behälterboden Orbiter eingeleitet, der aus stufenweise übereinander angeordneten Ringscheiben besteht. Gemeinsam mit der zentral positionierten Bottom-Spray-Düse bildet der Strömungsboden eine Funktionseinheit, die alle Voraussetzungen für ein lineares Scale-up erfüllt. Mit dem Luftgleitschichtverfahren lassen sich die Produktbewegungen exakt steuern, die Sprühmedien entsprechend präzise auftragen. Auf diese Weise sind Rezepturen realisierbar, die mit zehn bis 15 Prozent weniger Sprühflüssigkeit die gewünschten Freisetzungsprofile erreichen.

Coaten und trocknen in einem Schritt

20.07.17: Mittels Augmented Reality können die Besucher am Stand von Glatt virtuell in den Reaktor zur Pulversynthese und darüber hinaus in die Prozesskammern von Wirbelschicht- und Strahlschichtanlagen eintauchen. Die Letzteren zählen zu den etablierten Leitverfahren für Granulationsprozesse und die Verkapselung von Flüssigkeiten. Verschiedenste feste Produktformen können auch mit einem funktionellen Coating – zum Beispiel für die gezielte Freisetzung oder eine erhöhte Lagerstabilität – beschichtet werden. Unter den Produktproben auf dem Messestand befinden sich Agglomerate, Granulate, Pellets und Pulver, wie sie beispielsweise für Anwendungen mit Aromen, Vitamine oder Enzyme benötigt werden – also immer dann, wenn Schüttgüter mit definierten Funktionalitäten und Eigenschaften ausgestattet werden sollen.

Industrie 4.0 hält Einzug im Gebläsebereich

20.07.17: Die maschinenübergreifende Steuerung Sigma Air Manager 4.0 von Kaeser, die schon den Schraubenkompressorenbereich revolutioniert hat, ist nun auch für Gebläse erhältlich. Sie ist das Herzstück einer Gebläsestation und die Schlüsseltechnik für die Nutzung von Dienstleistungenim Sinne von Industrie 4.0. Als zentrale Intelligenz steuert sie effizient die einzelnen Maschinen und passt die Förderleistung an das Volumenstrombedarfsprofil an. Sie analysiert sekundenschnell Betriebsdaten, simuliert Handlungsalternativen und wählt dann diejenige aus, die am effizientesten ist. Das Ergebnis: Energieeffizienz in bislang nicht gekanntem Umfang. Möglich ist dies nur, wenn auch die Komponenten einer Station effizient arbeiten. Die Schraubengebläse DBS, EBS und FBS von Kaeser gewährleisten dies. Im Vergleich zu herkömmlichen Drehkolbengebläsen versprechen sie, um bis zu 35 Prozent effizienter zu sein, und energetische Vorteile im zweistelligen Bereich gegenüber vielen sich auf dem Markt befindenden Schrauben- und Turbogebläsen.

Sprühtrockner mit effektiver Abscheidung

19.08.17: Als Highlight präsentiert GEA den kompakten und vielseitigen Sprühtrockner "Mobile Minor" MM-100 mit der neuen CEE-Technologie (Cyclone Extra Efficiency) für eine effiziente Pulverabscheidung. GEA entwickelte die CEE-Technologie, indem der komplexe Prozessablauf mithilfe der numerischen Strömungsmechanik umfangreich simuliert wurde. Die verbesserte Abscheideleistung und die daraus resultierende höhere Effizienz steigern die Ausbeute und verringern die Emissionen. Zudem lässt sich die Komplexität der Sprühtrocknungsanlage durch Minimierung der Anzahl an Prozessschritten bei der Pulverabscheidung reduzieren.

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