Produktion

Sensorik | Robotik

27.07.2010
Inspiriert von den effizienten Strukturen der Natur, hat das Fraunhofer IPA in Kooperation mit der Festo AG bionische Greifer mit komplexen Geometrien entwickelt, die durch Leichtbaustruktur und integrierte Flexibilität den Greifprozess (r)evolutionieren. Das präzise Greifwerkzeug modernisiert die Interaktion zwischen Mensch und Technik, sodass bei direktem Kontakt zwischen Anwender und Maschine keine Gefahr mehr besteht. Im Gegensatz zu schweren Industrierobotern kann der Handling-Assistent durch flexible Bewegungsabläufe auf den Kontakt mit Menschen reagieren und Druck abbauen, ihn anschließend allerdings sofort wieder aufnehmen. Bestehend aus drei Grundelementen zur räumlichen Bewegung und einer Handachse mit Kugelgelenk, besitzt der bionische Handling-Assistent zusätzlich einen Dreifuß mit adaptiven Fingern.
Der BionicTripod kann flexibel und anpassungsfähig Objekte fassen, ohne dabei ihre Struktur zu beschädigen. Als Vorbild für die Konstruktionsweise und Funktion des Tripods dient dabei die Schwanzflosse von Fischen, die sich durch sehr leichte, aber steife Trägerstrukturen und flexible Bewegungsabläufe auszeichnet. Der integrierte adaptive Greifer, der so genannte FinGripper, ist die Schnittstelle zwischen Objekt und Aktuatorik. Für seinen Antrieb sorgt ein pneumatischer Aktuator in der Form eines Faltenbalgs, der in Kooperation der Festo AG mit dem Fraunhofer IPA entwickelt wurde. Die bionischen Strukturen tragen dazu bei, dass sich die Greiffinger der Form eines Werkstücks anpassen können und dadurch nicht Gefahr laufen, dessen Struktur zu beschädigen.
Darüber hinaus bringen die generativ gefertigten Greiffinger eine erhebliche Gewichtsreduktion gegenüber konventionellen Greifern mit sich und gewährleisten deshalb eine extrem energieeffiziente Arbeitsweise in der Automation. Ausgelegt ist der BionicTripod für alle Anwendungen, bei denen Flexibilität und Fingerspitzengefühl gefragt sind. So kann er beispielsweise in der Lebensmittelherstellung oder der Landwirtschaft eingesetzt werden, um Produkte verschiedener Größen und Konturen zu sortieren. Gerade druckempfindliche Teile können ohne Beschädigung bewegt und platziert werden. TW
www.ipa.fhg.de
www.festo.de


11.03.2010
Die weltweit bedeutendste Robotik-Konferenz ISR/ROBOTIK 2010 findet zum zweiten Mal im Rahmen der Automatica statt. Die Teilnehmer der Konferenz, bestehend aus dem International Symposium on Robotics 2010 (ISR) und der ROBOTIK 2010, tagen vom 7. bis 9. Juni im Internationalen Congress Center (ICM) auf dem Gelände der Neuen Messe München. Die Autoamtica, Internationale Fachmesse für Automatisierung und Mechatronik, findet vom 8. bis 11. Juni in den direkt angrenzenden Messehallen statt.
Erwartet werden rund 80 Referenten und rund 200 Teilnehmer aus der ganzen Welt. Damit trifft sich das „Who is Who“ der internationalen Robotik-Community aus Forschung und Industrie in München: Einerseits, um auf der Konferenz praxisnahe Ergebnisse auszutauschen, andererseits um auf der Messe das weltweit größte Robotik-Angebot und umfassende Automatisierungslösungen zu zeigen. Ziel des Kongresses ist es, eine internationale Plattform für Forscher, Entwickler und Hersteller anzubieten. Die Referenten präsentieren Ergebnisse und Produktneuerungen aus den Bereichen Service- und Industrierobotik, Komponenten und Zubehör. TW
www.automatica-munich.com


19.01.2010
Nach dreijähriger Pause gab es Anfang 2009 in Bremen einen Neustart für das forum robotic, das der VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V., Bezirksverein Bremen, gemeinsam mit der Messe Bremen als neuem Partner wieder aufgelegt hat. Am 3. und 4. März 2010 sollte die praxisnahe Konferenz mit begleitender Ausstellung erneut über die volle Bandbreite von Robotikanwendungen in Ausbildung und Forschung, im Maschinenbau und in der industriellen Fertigung informieren. Dieser Termin wurde nun verlegt in den Mai 2011. „Die wirtschaftliche Situation im Jahr 2009 ließ für viele Unternehmen eine Teilnahme schlicht nicht zu.“, erläutert Dr. Hubert Borgmann, Projektleiter des „forum robotics“ bei der Messe Bremen. Die Konferenz mit begleitender Fachausstellung soll nun am 25. und 26. Mai 2011 stattfinden.
Eine weitere Neuerung betrifft den Turnus: „Künftig werden wir die Veranstaltung im zweijährigem Rhythmus durchführen“, so Borgmann. „Nach der Krise ist die Robotikbranche dabei, sich neu zu orientieren, auch im Hinblick auf neue Branchen- und Kundenpotenziale“, erklärt Jürgen Pulcher, Mitsubishi Electric Europe B.V. Germany. In der Ausstellung werden beispielhafte Problemlösungen für automatisierte Handhabung und Fertigung präsentiert, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Firmenpartner aus Mittelstand und Industrie zugeschnitten sind. Die Konferenz widmet sich aktuellen Themen der Automatisierungstechnik und Robotik. TW
www.forum-robotic.de


15.12.2009
Lebensmittel werden heute größtenteils industriell produziert, verarbeitet und verpackt. Je mehr Flexibilität gefordert ist, desto häufiger trifft man auf Roboterlösungen. Diese steigern außerdem den Durchsatz und sorgen für konstant hohe Qualität. Neueste Entwicklungen werden auf der Automatica 2010, der Internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik, vorgestellt. Sie findet vom 8. bis 11. Juni 2010 auf dem Gelände der Messe München statt. HB
www.automatica-munich.com


01.12.2009
Der LEH verlangt zunehmend die Bereitstellung sortimentierter Gebinde. Um diesem Wunsch zu entsprechen, hat die emt automation GmbH eine automatisierte Packanlage für das Neuruppiner Konservenwerk Dreistern entwickelt und gebaut. Dreistern produziert mit 200 Mitarbeitern täglich etwa 250.000 Konserven und Frische-Packs. Die robotergesteuerte Sortieranlage passt mit ihren überschaubaren Ausmaßen genau in das Anlagenkonzept des Lebensmittelherstellers, möglichst viele unterschiedliche, sortimentierte Trays in kurzer Zeitzusammenzustellen.

emtBei weit über 200 Packvariationen ist dabei eine ausgereifte Steuerungstechnik gefragt. Sie bildet das Herzstück der Anlage. Auf Basis der Artikelnummern können die Packschemata „per Knopfdruck“ programmiert werden. Der Ablauf der einzelnen Schritte ist bewusst einfach gehalten. Nachdem die Ware produziert, verpackt und etikettiert ist, wird sie als 6er, 8er oder 12er Tray vor der Sortiermaschine platziert. Die noch sortenreinen Gebinde gelangen über Staubahnen zur Entnahmeposition, wo sie mit Stoppern positioniert werden. Nun tritt der Roboter in Aktion. Er nimmt die Dosen mittels einer Saugplatte aus den Trays und setzt sie auf die entsprechende Bahn der fünf Sortierstrecken ab. Die leeren Trays laufen zur Befüllstation, werden mittels Lichtschranken genau positioniert und für die sortimentierte Neubefüllung bereitgestellt.

Je nach Programmwahl öffnen sich die jeweiligen Stopper, damit eine bestimmte Anzahl an Produkten dem Sortimentierdeck zugeführt werden kann. Die durch den Roboter entladenen leeren Trays werden auf einem Band zum Befüllplatz befördert. Dort angekommen, gelangen die Gebinde zu einer Weiche, wo sie nach rechts bzw. nach links in die Befüllstation für das Mischgebinde verteilt werden. Ein Überschieber formiert die Produkte, die dann durch eine Saugplatte in die leeren Trays gesetzt werden. Zum Schluss werden die sortimentierten Trays auf der Rollenbahn aus der Anlage transportiert und zur Entnahme bereitgestellt. HB
www.emteam.de


TITELTHEMA: Automatisierung
Erstmals auf der Drinktec 2009 präsentiert und bereits produktiv im Einsatz: die neue Getränke-Abfülltechnik von Sipa Berchi. Diese entstand in enger Zusammenarbeit mit Siemens auf Basis einer PC-basierten Automatisierungslösung.
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Eine Entwicklung von GE Intelligent Platforms, ist die Visualisierungssoftware Proficy Pulse, mit der sich Echtzeitsituationen und historische Daten anzeigen, analysieren und korrelieren lassen. Sie liefert Daten zur gemeinsamen Nutzung über das Internet.
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