DOSENWENDER AUS DEM 3D-DRUCKER
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Getränke- und Lebensmittelhersteller müssen ihre Anlagen regelmäßig auf verschiedene Produkte einstellen. Jeder Umbau kann dabei für Wender, die mit gebogenen Metallstangen arbeiten, eine Belastungsprobe sein. Verbiegen sich die Stangen nur leicht, können sich Dosen verklemmen und für einen Anlagenausfall sorgen. „Bei schnellen Anlagen bedeutet schon eine halbe Stunde Ausfall einen Verlust von 60.000 Dosen“, betont Jonas Burk, Leiter des Geschäftsbereichs Additive Fertigung bei igus. Die Reparatur erfordere zudem oftmals spezialisiertes Know-how. „Wir hatten daher das Ziel, einen Wender zu entwickeln, der robust ist und sich schnell im FDM-Verfahren drucken lässt. Der Wender besteht aus einem Hochleistungsfilament, das extrem verschleißfest ist. Deshalb geben wir eine Lebensdauergarantie von sechs Monaten.“
Der 3D-gedruckte Produktwender sorgt zudem für kürzere Rüstzeiten. Burk verdeutlicht mit einem Beispiel: „CNC-gefräste Wender aus Halbzeug sind oft über 30 Kilogramm schwer und werden meist von mehreren Instandhaltern umgebaut, was die Maschinenverfügbarkeit unnötig reduziert.“ Die kleinsten Versionen des neuen Wenders aus dem 3D-Drucker wiegen hingegen weniger als zwei Kilogramm. Sie lassen sich mit einem Haltegriff mit einer Hand transportieren und für die Montage mit Schrauben bequem auf dem Förderband platzieren. Die Führungskontur dreht bis zu 120.000 Dosen pro Stunde im Dauerbetrieb. Erhältlich ist das System für alle gängigen Formate von Getränkedosen als Standard sowie für Konservendosen, Kaffeedosen, PET-Flaschen, Glasbehälter und Chipsdosen.
