MESSTECHNIK FÜR HYGIENISCHE PROZESSE AUF DER SPS
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Für Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie stellt Endress+Hauser am Messestand unter anderem seine Compact Line vor. Die Produktfamilie wurde speziell für hygienische Prozesse entwickelt und verbindet kompakte Bauformen mit unterschiedlichen Messverfahren für Füllstand und Druck.
Zum Portfolio gehören das Radar-Füllstandmessgerät Micropilot FMR43, der Vibronik-Grenzstandsensor Liquiphant FTL43 sowie der Drucktransmitter Cerabar PMP43, der auch zur hydrostatischen Füllstandmessung eingesetzt werden kann. Die Geräte sind für Einbausituationen konzipiert, in denen wenig Platz zur Verfügung steht und gleichzeitig hohe Anforderungen an die Prozessmesstechnik bestehen.
„Unser Anspruch ist, für jede Anwendung das passende Portfolio zu bieten, das wirklich zu den Anforderungen unserer Kunden passt: von der einfachen Standardanwendung bis zur anspruchsvollen Prozesslösung“, sagt Philipp Garbers, Head of Business Line Machine Building bei Endress+Hauser.
Durchflussmessung ohne Ein- und Auslaufstrecken
Eine weitere Lösung für kompakte Anlagen ist das magnetisch-induktive Durchflussmessgerät Promag H10 mit der Option 0xDN Full Bore und IO-Link-Schnittstelle. Die Technologie ermöglicht eine Durchflussmessung ohne die sonst erforderlichen geraden Ein- und Auslaufstrecken.
Das Messgerät lässt sich damit unmittelbar hinter Rohrbögen oder anderen strömungsbeeinflussenden Einbauten installieren. Bei kompakten Maschinen, modularen Prozessanlagen und Skids kann dies die Integration der Durchflussmesstechnik vereinfachen. Die Full-Bore-Ausführung kommt zudem ohne Querschnittsverengung im Messrohr aus.
Für die Füllstandmessung präsentiert Endress+Hauser die Radarsensoren Micropilot FMR10B, FMR20B und FMR30B. Die Geräte arbeiten mit einer Frequenz von 80 Gigahertz und sind für unterschiedliche Messaufgaben bei Flüssigkeiten und Schüttgütern vorgesehen. Geführte Bedienassistenten unterstützen die Inbetriebnahme und Parametrierung.
Ergänzend zeigt das Unternehmen die Steuereinheit FlexView FMA90. Sie ermöglicht den gleichzeitigen Anschluss von bis zu zwei Füllstandssensoren, auch mit unterschiedlichen Messprinzipien. Über die integrierte WLAN-Konnektivität lassen sich Messstellen aus der Ferne überwachen und parametrieren. Das ist insbesondere bei schwer zugänglichen Einbauorten von Vorteil.
Temperaturmessung ohne Eingriff in den Prozess
Mit dem iTHERM SurfaceLine TM611 stellt Endress+Hauser außerdem ein nicht-invasives Thermometer vor. Anders als bei herkömmlichen Einbauthermometern erfolgt die Temperaturerfassung von außen an der Rohrleitung oder am Behälter. Eine Öffnung des Prozesses ist dafür nicht erforderlich.
Dadurch entfallen zusätzliche Prozessanschlüsse und die damit verbundenen potenziellen Leckagestellen. Der Installationsaufwand kann sich ebenfalls reduzieren, da für die Montage kein Eingriff in die Rohrleitung notwendig ist.
Nach Angaben des Herstellers erreicht das System Messgenauigkeiten und Ansprechzeiten, die mit herkömmlichen Industriethermometern mit Vollmaterialschutzrohr vergleichbar sind. Die tatsächliche Messleistung hängt dabei von den jeweiligen Anwendungs- und Einbaubedingungen ab. Digitale Schnittstellen und ein Plug-and-Play-Konzept sollen die Integration in bestehende Anlagen erleichtern.
Messdaten für Prozessüberwachung und Energiemanagement
Am zweiten Messestand richtet Endress+Hauser den Blick auf die weitere Nutzung der erfassten Messwerte. Anhand eines Modells veranschaulicht das Unternehmen, wie Daten von der Messstelle über die Übertragung und Verarbeitung bis zur Nutzung in der Leitwarte bereitgestellt werden können.
Dabei geht es unter anderem um die Überwachung von Prozesszuständen, die Analyse von Betriebsdaten und die Identifizierung von Optimierungspotenzialen. Durch die Verknüpfung von Messtechnik, Automatisierung und digitalen Dienstleistungen sollen Anlagenbetreiber zusätzliche Informationen über ihre Prozesse erhalten.
„Das richtige Messgerät ist erst der Anfang. Nachhaltiger Erfolg entsteht jedoch dort, wo Messdaten in bessere Entscheidungen und effizientere Prozesse übersetzt werden. Genau dabei unterstützen wir unsere Kunden mit Technologie, aber ebenso mit unserer Erfahrung und unserem Service“, erklärt Garbers.
Ein weiterer Schwerpunkt sind Lösungen zur Überwachung und Optimierung des Energieeinsatzes. Endress+Hauser präsentiert hierzu unter anderem FieldXpert, die IIoT-Plattform Netilion sowie Heartbeat Technology. Die Lösungen unterstützen die Bereitstellung, Überwachung und Auswertung von Mess- und Zustandsdaten. In Verbindung mit entsprechender Messtechnik lassen sich damit Energieverbräuche analysieren und Optimierungspotenziale identifizieren.
Ergänzend zeigt das Unternehmen den Ultraschall-Durchflusszähler FLOWSIC610 für die eichpflichtige Wasserstoffmessung. Das nach der europäischen Messgeräterichtlinie MID zugelassene Gerät ist unter anderem für Transport- und Speicheranwendungen ausgelegt. Eine optionale Funktion ermöglicht es, die Wasserstoffreinheit anhand der Schallgeschwindigkeit während des Betriebs zu überwachen.
