NASSPANADEAUFTRAG DURCH GEFÜHRTE RÜCKSTRÖMUNG
Seite 1/1 2 Minuten
Der GEA ProCoater ist für die Verarbeitung von Geflügel-, Schweinefleisch-, Fisch- und Käseprodukten sowie pflanzenbasierten und hybriden Erzeugnissen ausgelegt. Insbesondere bei der Herstellung panierter Convenience-Produkte müssen Hersteller unterschiedliche Rezepturen und Panadesysteme verarbeiten und gleichzeitig eine reproduzierbare Produktqualität gewährleisten. Entscheidend ist dabei ein gleichmäßiger Auftrag der Nasspanade, da Lufteinschlüsse, Schaumbildung oder Schwankungen im Panadefluss zu Fehlstellen und einem uneinheitlichen Erscheinungsbild führen können.
Bis zu 80 Prozent weniger Lufteintrag und Schaumbildung
Eine wesentliche technische Neuerung des ProCoater ist das zum Patent angemeldete System zur geführten Rückströmung der Nasspanade. Nach Angaben von GEA reduziert es Lufteintrag und Schaumbildung um bis zu 80 Prozent. Dadurch entsteht ein ruhigerer Panadefluss, der einen gleichmäßigen Nasspanadeschleier ermöglicht. Fehlstellen und Ungleichmäßigkeiten beim Panadeauftrag sollen sich so verringern lassen.
Die stabilisierte Panadeführung ist insbesondere bei längeren Produktionsläufen und der Verarbeitung von Rezepturen mit unterschiedlichen Viskositäten von Bedeutung. Ziel ist es, die aufgetragene Panademenge möglichst konstant zu halten und Schwankungen im Beschichtungsergebnis zu vermeiden.
Prozessanpassungen ohne Produktionsunterbrechung
Neben dem Rückströmsystem verfügt der ProCoater über mehrere konstruktive Funktionen zur Steuerung des Nasspanierprozesses. Verstellbare Abstreifer ermöglichen Feinkorrekturen während des laufenden Betriebs, ohne die Produktionslinie anhalten zu müssen. Luftmesser sorgen über die gesamte Bandbreite für ein gleichmäßiges Abblasen überschüssiger Nasspanade. Dadurch lassen sich der Panadeanteil am Produkt und dessen äußeres Erscheinungsbild gezielter beeinflussen.
Eine optimierte Produktübergabe unterstützt den gleichmäßigen Einlauf der Produkte in die Maschine. Hinzu kommen eine ebenfalls zum Patent angemeldete Rückhalteplatte sowie eine optionale Vorrichtung zur Zuführung einer Nasspanadeschicht an der Produktunterseite. Diese Komponenten sollen eine vollständige Beschichtung der Unterseite unterstützen und verhindern, dass Produkte während des Nasspanierens aufschwimmen oder verrutschen.
Durch die Kombination der konstruktiven Maßnahmen soll der Nasspanierprozess vom Produktionsstart bis zum Ende eines Fertigungslaufs gleichmäßiger geführt werden können. Ein gleichmäßiger Nasspanadeauftrag soll dazu beitragen, Nacharbeit, Ausschuss und unnötigen Panadeverbrauch zu reduzieren. Nach Angaben von GEA können dadurch die Produktausbeute und die Sauberkeit der Produktionslinie verbessert werden.
„Bei der Entwicklung des GEA ProCoater stand die zuverlässige Steuerung eines der qualitätskritischsten Prozessschritte bei der Herstellung panierter Lebensmittel im Mittelpunkt“, sagt Ben Kop, Anwendungsspezialist bei GEA. „Der stabilisierte Nasspanadefluss und die vereinfachte Einstellung unterstützen die Bedienkräfte dabei, mit weniger manuellen Eingriffen reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.“
Der GEA ProCoater ist in drei Ausführungen mit Arbeitsbreiten von 400, 600 und 1.000 Millimetern erhältlich. Damit kann die Maschine auf unterschiedliche Produktionskapazitäten, Linienkonfigurationen und Produktspektren abgestimmt werden.
Ergänzend zur Maschinentechnik bietet GEA anwendungstechnische Beratung und lebensmitteltechnologische Unterstützung. In den Technologiezentren des Unternehmens können Hersteller neue Produkte erproben, Rezepturen und Panierparameter optimieren sowie Prozesse unter produktionsnahen Bedingungen validieren. Dies soll insbesondere bei der Entwicklung und Übertragung neuer panierter Produkte auf industrielle Produktionsmaßstäbe helfen.


