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Modulare Schokoladeneintafelanlage ChocoX: weg von starren Linienkonzepten hin zu flexiblen Systemen, die sich an wechselnde Marktanforderungen anpassen lassen.
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Nutrex 7 Series ist bereits bei ausgewählten Kunden im Einsatz, wo sich die Reinigungszeit um rund 50 Prozent verkürzt hat.
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Gebäckformer RotaMold Max Smart: neuer Hochpräzisions-Gebäckformer für die Keksproduktion, ausgelegt für schnelle und kontinuierliche Verarbeitung.
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Bühlers neuer Kakaoröster, Lucent, setzt Branchenstandards.
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Der induktionsbeheizte Waffelbackofen OptiBake senkt den Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen gasbeheizten Systemen um bis zu 50 Prozent.
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Nutrex 7 Series ist bereits bei ausgewählten Kunden im Einsatz, wo sich die Reinigungszeit um rund 50 Prozent verkürzt hat.

BÜHLER LANCIERT INNOVATIONEN ZUR INTERPACK

Die interpack 2026 steht für viele Unternehmen im Zeichen flexiblerer Prozesse, höherer Energieeffizienz und intelligenter Automatisierung. Auch Bühler Group nutzt die Messe, um zahlreiche neue und weiterentwickelte Lösungen für die Lebensmittel-, Backwaren-, Extrusions- und Schokoladenproduktion vorzustellen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hygienedesign, Benutzerfreundlichkeit, Digitalisierung und der Einsatz künstlicher Intelligenz.

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Die Anforderungen an Hersteller steigen dabei kontinuierlich. Schwankende Rohstoffpreise, neue regulatorische Vorgaben, höhere Erwartungen an Rückverfolgbarkeit und Lebensmittelsicherheit sowie sich schnell wandelnde Verbrauchertrends erhöhen den Druck auf Produktionsprozesse. Bühler setzt deshalb verstärkt auf flexible, energieeffiziente und datenbasierte Technologien.

Neue Maßstäbe beim Kakaorösten

Zu den wichtigsten Neuheiten zählt der neue Kakaoröster Lucent. Die Anlage basiert auf der langjährigen Röstertechnologie des Unternehmens und soll industrielle Kakaoverarbeiter dabei unterstützen, Effizienz, Hygiene und Prozesssicherheit zu verbessern. Im Vergleich zum bisherigen Tornado-Röster benötigt Lucent laut Bühler mindestens 20 Prozent weniger Energie pro Charge und erreicht gleichzeitig einen um bis zu 20 Prozent höheren Durchsatz bei minimalem Ertragsverlust.

Darüber hinaus setzt Bühler auf ein vollständig versiegeltes Produktdesign und eine leicht zu reinigende Edelstahlkonstruktion. Unterstützt wird dies durch selbstlernende Steuerungen, die gleichbleibende Röstergebnisse ermöglichen sollen. Auch bei der Schokoladenmassenverarbeitung erweitert Bühler sein Portfolio. Vorgestellt werden unter anderem das Fünfwalzwerk Finer S Edition 26 sowie die Einwellen-Conche ELK S Edition 26. Beide Systeme wurden laut Unternehmen insbesondere in den Bereichen Hygiene, Benutzerfreundlichkeit und Energieeffizienz weiterentwickelt. „Unser Fünfwalzwerk ist seit vielen Jahren eine bewährte Technologie in der Schokoladenproduktion“, erklärt Skeljzen Nesimi, Head of Product Management, Chocolate & Flavor Creation bei Bühler. „Bei der Edition 26 haben wir uns darauf konzentriert, das Benutzererlebnis zu verbessern und Kunden durch Optimierungen in den Bereichen Betrieb, Wartung, Hygiene, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz zu unterstützen.“

Flexible Schokoladenproduktion

Mit CompactMix zeigt Bühler zudem ein System, das Misch- und Vermahlungsprozesse in einer Lösung kombiniert. Die Anlage verbindet das ShearMix-Mischsystem mit einem Spiralrührwerk und der Aurora-Kugelmühle. Ziel ist eine gleichmäßige Produkttextur bei gleichzeitig hoher Rezepturflexibilität. Laut Unternehmen lassen sich sowohl fettarme als auch fettreiche Rezepturen verarbeiten, während der Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen um bis zu 30 Prozent sinken soll.

Für die Formgebung von Schokoladenprodukten präsentiert Bühler die modulare Schokoladeneintafelanlage ChocoX. Die Plattform soll Herstellern ermöglichen, unterschiedlichste Produktvarianten auf einer einzigen Linie zu produzieren – von massiven Tafeln über Pralinen bis hin zu One-Shot-Artikeln und Luftschokolade.„Die Moulding-Linie lässt sich schrittweise erweitern und einfach an ein wachsendes Produktportfolio anpassen; kosten- und zeitintensive Anlagenumbauten fallen weg“, sagt András Somfai, Head of Product Management Confectionery bei Bühler. „Module können innerhalb von 30 Minuten hinzugefügt oder ausgetauscht werden, während das Automationssystem neue Anlagenkonfigurationen automatisch erkennt.“ Dadurch lasse sich die Markteinführung neuer Produkte laut Bühler um vier bis fünf Monate beschleunigen. Gleichzeitig sollen Reinigungszeiten um bis zu 70 Prozent und Stillstandzeiten bei Formatwechseln um bis zu 50 Prozent reduziert werden.

Extrusion mit Fokus auf Hygiene und Digitalisierung

Auch im Bereich Extrusion stellt Bühler neue Lösungen vor. Die Nutrex 7 Series wurde laut Unternehmen gezielt auf Hygienedesign, Prozessstabilität und digitale Integration ausgelegt. Aufbauend auf 40 Jahren Erfahrung setzt Bühler weiterhin auf Doppelschneckenextrusionstechnologie, ergänzt diese jedoch um neue Konzepte für Reinigung, Bedienung und Prozessüberwachung. „Wir haben uns auf einen ganzheitlichen Ansatz konzentriert, der auf vier Hauptkategorien basiert: hygienisches Design, Prozessstabilität, integrierte Intelligenz und exzellenter Service“, erklärt Stefanie Hardtmann, Product Manager Value Nutrition bei Bühler. Ziel sei es, die Gesamtanlageneffektivität für Kunden zu steigern.

Besonderes Augenmerk lag auf der Reinigbarkeit der Anlagen. Ein schlankeres Extruderdesign, mehr Bodenfreiheit und eine veränderte Positionierung des Hydraulikblocks sollen den Zugang zur Maschine vereinfachen. Laut Bühler konnte die Reinigungszeit bei ersten Kundeninstallationen bereits um rund 50 Prozent reduziert werden.

Neue Lösungen für Backwaren und Waffeln

Darüber hinaus erweitert Bühler sein Smartline-Portfolio für die Keks- und Crackerproduktion. Vorgestellt werden unter anderem der Tunnelofen TurbuBake Smart, der Gebäckformer RotaMold Max Smart sowie die neue Dressiermaschine SoftDrop. „Mit TurbuBake Smart und RotaMold Max Smart erweitern wir unser Smartline-Portfolio mit Lösungen, die Effizienz, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit vereinen“, sagt Céline Vachet, Head of Product Management Biscuit bei Bühler.

Der neue Tunnelofen soll dank optimierter Heiz- und Luftstromkonzepte den Energieverbrauch um bis zu 15 Prozent reduzieren. Gleichzeitig will Bühler mit vereinfachter Reinigung, besserer Zugänglichkeit und modernen Bedienoberflächen den Aufwand für Wartung und Bedienung senken. Im Bereich Waffelproduktion setzt Bühler mit OptiBake auf induktive Backtechnologie. Der 2025 eingeführte Waffelofen reduziert laut Unternehmen den Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent gegenüber gasbeheizten Systemen und ermöglicht einen Backprozess ohne direkte CO₂-Emissionen. „Mit OptiBake zeigen wir, dass Nachhaltigkeit und Leistung keine konkurrierenden Prioritäten sein müssen“, erklärt Johannes Greil, Head of Product Management Wafer bei Bühler. „Hersteller profitieren von einem deutlich geringeren Energieverbrauch und gewinnen gleichzeitig mehr Kontrolle und Konsistenz im Backprozess.“

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