DIGITALISIERUNG MODERNER GETRÄNKEPROZESSE
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Als Prozessspezialist demonstrierte GEA, wie sich unterschiedliche Getränkeanwendungen in eine durchgängige digitale Wertschöpfungskette integrieren lassen. Jede der eingesetzten Technologien wird heute als "Digital Native" entwickelt, um die Verfügbarkeit, Produktivität und Ressourceneffizienz entlang der gesamten Produktionskette gezielt zu steigern.
Passend zur Gesamtlösung wurde auf dem Messestand derGetränkeseparator GSX 260 als Skid-Lösung vorgestellt. Dieser ist vollständig in die GEA Cloud eingebunden. Als zentrales digitales Rückgrat verbindet sie Maschinen und Module über sichere Edge-Gateways, bereitet Betriebsdaten intelligent auf und stellt sie für digitale Anwendungen bereit. Anwender können über das GEA Portal und darauf aufbauende Web-Apps jederzeit und von jedem Gerät aus auf klar strukturierte Informationen zugreifen. Die gewonnenen Betriebs- und Prozessdaten werden in Echtzeit analysiert und in den Anwendungen visualisiert, etwa in Form von Performance-Auswertungen, Energieanalysen, Condition Monitoring und Predictive-Maintenance-Funktionen.
Ergänzend zeigte GEA, wie KI‑Assistenzsysteme Bediener im Alltag unterstützen: Sie geben Optimierungsempfehlungen, erkennen Muster, erstellen Prognosen und erhöhen die Prozesssicherheit. Über Insight Partner KPI‑Dashboards wird transparent, wie sich Anlagenzustände, Verfügbarkeiten oder Energieverbräuche messen und vergleichen lassen. Die Dashboards helfen dabei, Prozesseffizienz und Transparenz über alle Produktionsstufen hinweg gezielt zu steigern.
GEA und Siemens setzen gemeinsam auf offene Standards wie OPC UA und das Module Type Package (MTP). Diese Standards haben sich in den vergangenen Jahren branchenübergreifend als zukunftsweisender Ansatz für modulare Automatisierung etabliert und werden heute in immer mehr Industrien als gemeinsames Fundament moderner Anlagenplanung genutzt. MTP ermöglicht es, Funktionalitäten von Prozessmodulen herstellerunabhängig, standardisiert und semantisch eindeutig beschrieben zu übertragen. Damit wird die Integration komplexer Systeme erleichtert und der Engineering-Aufwand deutlich reduziert.
Die breite Akzeptanz dieser Standards erhöht die Planungs- und Zukunftssicherheit für Betreiber. Produktionsmodule können schneller kombiniert, Kapazitäten unkompliziert erweitert und Anlagen einfacher an neue Anforderungen angepasst werden. MTP entwickelt sich damit zu einem zentralen Faktor für agile, skalierbare Prozessarchitekturen, die in der Protein- und Getränkeverarbeitung ebenso relevant sind wie in vielen anderen Bereichen der verfahrenstechnischen Industrie.
Mit digitalen Tools wie der Simulationsplattform Simit oder dem Engineering Framework TIA Portal von Siemens wurde zudem gezeigt, wie Anlagen und Prozessstrategien bereits vor der realen Implementierung virtuell getestet werden können. Die Kombination aus digitalem Zwilling, Simulation und realer Maschinenintelligenz unterstützt Unternehmen dabei, Entwicklungszeiten zu verkürzen, Fehlerquellen früh zu reduzieren und Produktionsprojekte sicherer umzusetzen.
