HYBRIDGETRIEBE FÜR RAUE UMGEBUNGEN
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Es gibt einige einfache Verstellaufgaben, bei denen Metallgetriebe überdimensioniert, zu schwer, zu wartungsintensiv und oft auch zu teuer sind. Eine Alternative ist hier der Getriebebaukasten Apiro. Aus seinen Gelenken, Antriebseinheiten und Getrieben, die zum großen Teil aus Hochleistungskunststoffen bestehen, können Konstrukteure leichte, kostengünstige und schmierfreie Automatisierungslösungen bauen, etwa einfache Pusher-Systeme in der Intralogistik oder auch Formatverstellungen in der Getränke- und Lebensmittelindustrie.
„Wir haben allerdings häufiger die Rückmeldung von interessierten Konstrukteuren erhalten, dass sie befürchten, die Getriebe könnten bei anspruchsvolleren Einsätzen Schaden nehmen, zum Beispiel durch Stöße vom Fördergut“, sagt Steffen Schack, Leiter Vertrieb drygear Zahnrad- und Getriebetechnik bei igus. „Wir haben deshalb für ein häufig verwendetes Modell, das Apiro-Spindelhubgetriebe, ein Gehäuse im Zinkdruckguss gefertigt, sodass es nun auch für rauere Umgebungsbedingungen geeignet ist.“
Dank des neuen Zinkdruckgehäuses erhöht sich die Belastbarkeit des Getriebes. Das steifere Gehäusematerial ermöglicht eine mechanische Belastung bis zu 70 Kilogramm und eine dynamische Last des Getriebes bis zu 25 Kilogramm. „Mit dem neuen Gehäuse reagieren wir auf die erhöhten Anforderungen in der Formatverstellung und sichern so die Funktion auch gegen mechanische Stöße“, sagt Dr. Judith Merz, Leiterin des Geschäftsbereichs drygear Zahnrad- und Getriebetechnik bei igus. Zinkdruckguss ist zudem kostengünstiger in der Herstellung als Aluminium oder Stahl.
Das Material überzeugt durch seine hohe Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Dank des niedrigen Schmelzpunkts lässt sich Zink sehr gut verarbeiten und ermöglicht eine besonders präzise, maßhaltige Fertigung. Dadurch sinken sowohl der Energiebedarf als auch der Aufwand für die Nachbearbeitung. Im Inneren dieser Hybridversion arbeitet weiterhin das Kunststoff-Schneckengetriebe mit einer 4:1-Übersetzung, sodass die Schmier- und Wartungsfreiheit erhalten bleiben. „Wir haben somit einen Hybriden geschaffen, der besonders robust ist und gleichzeitig wirtschaftlich“, resümiert Merz.
