VON DER PORTIONIERUNG BIS IN DIE VERPACKUNG
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Gleichzeitig sollen solche Lösungen helfen, Produktionsprozesse auch bei zunehmendem Fachkräftemangel stabil zu betreiben. Technische Grundlage bildet ein modulares Baukastensystem aus Vakuumfüllmaschinen und austauschbaren Vorsatzgeräten. Dadurch lassen sich unterschiedliche Produkte und Varianten flexibel verarbeiten. Viele Maschinen können sowohl als eigenständige Lösungen eingesetzt als auch in bestehende Linien integriert werden, etwa zur Beschickung von Schalensieglern oder Tiefziehmaschinen.
Auf der Messe demonstriert Vemag mehrere Anwendungen im Live-Betrieb. Eine vollständig automatisierte Burger-Linie veranschaulicht beispielsweise das Zusammenspiel der Formmaschine FM250 mit dem Stapelsystem ST356. Fleischprodukte werden dabei zunächst geformt, anschließend gewogen, bei Bedarf automatisch ausgeschleust, mit Papier unterlegt und anschließend präzise gestapelt. Die fertigen Produktstapel werden schließlich im gewünschten Muster direkt der Verpackung zugeführt.
Für pastöse und flüssige Produkte zeigt Vemag zudem die automatische Abfüllanlage FKL609, die Inhalte gewichtsgenau in Dosen, Gläser oder Becher dosiert. Der Formatwechsel erfolgt innerhalb weniger Minuten, unterschiedliche Füllköpfe lassen sich je nach Produkt austauschen. Dadurch eignet sich die Anlage sowohl für industrielle Anwendungen als auch für kleinere Produktionsumgebungen mit häufig wechselnden Produkten. Eine weitere Anwendung demonstriert die mehrbahnige Dosierung in Schalenverpackungen. Hier sorgt ein Füllstromteiler für mehrere identische Produktströme, die parallel verarbeitet werden. Ergänzt wird das System durch eine Deltakinematik-Einheit, die Schalen gleichzeitig horizontal und vertikal positioniert, sodass eine präzise und reproduzierbare Befüllung möglich ist.
Für das automatisierte Beladen von Verpackungen zeigt Vemag außerdem die Beladelinie SL309. Die Anlage führt unterschiedlichste Produkte berührungslos der Verpackung zu und erlaubt verschiedene Ablagemuster – etwa geschindelt oder gestapelt. Ein integrierter Denester vereinzelt zuverlässig unterschiedliche Tray-Formate aus verschiedenen Materialien. Durch ihre kompakte Bauweise eignet sich die Anlage auch für Produktionsumgebungen mit begrenztem Platzangebot. Digitale Unterstützung bietet zudem die Softwareplattform SmartLink, die Produktionsdaten erfasst, Prozesse überwacht und eine datenbasierte Produktionsplanung ermöglicht. Bei Bedarf kann über die Plattform auch ein Remotezugriff für Service und Support erfolgen. Damit wird auf der interpack einmal mehr deutlich, dass Innovationen in der Lebensmittelindustrie längst nicht mehr nur im Produkt selbst entstehen. Neue Verpackungsmaterialien, flexible Maschinenplattformen und integrierte Prozesslinien entwickeln sich zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

