© Spreewaldhof
Bei Spreewaldhof wird noch viel Handarbeit verrichtet, zum Beispiel für die Sortierung von Gurken.
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Palettierroboteranlage von roTeg mit automatisierter Fördertechnik.
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Die Roboter werden vor der Auslieferung nochmals eingehend getestet.

NEUER ROBOTER FÜR MEHR LEISTUNG

Seit mehr als zehn Jahren setzt Spreewaldhof bereits Palettierroboter von roTeg ein, um die hergestellten Obst- und Gemüseprodukte für den Versand bereit zu machen. Jetzt hat das vor allem für seine Gurkenerzeugnisse bekannte Unternehmen die Leistung nochmals erhöht. Automatisierung spielt dabei eine zentrale Rolle. 

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Mit viel Liebe zum Produkt und einer ordentlichen Portion Handarbeit stellt Spreewaldhof eingemachtes Obst und Gemüse her. Darunter natürlich auch das Aushängeschild des Familienunternehmens: die berühmten Spreewaldgurken. Genau diese Hingabe in der Verarbeitung brachte Spreewaldhof 2019 die Auszeichnung "TOP Marke" der Lebensmittel Zeitung ein. Bereits ein Jahr zuvor hatte man im Rahmen der DLG-Qualitätsprüfungen den Bundesehrenpreis in Bronze berreicht bekommen.

Der Ursprung des Unternehmens geht auf 1892 mit der Gründung als Metzgerei Linkenheil zurück. Seitdem hat sich viel getan. 1991 entstand die Marke Spreewaldhof. Heute werden rund 200 Festangestellte und bis zu 250 Saisonkräfte beschäftigt. Elf Produktionsanlagen verarbeiten und verpacken Obst und Gemüse, darunter auch modernste Linien für die Abfüllung in Standbeutel. Damit die Produkte schnell und gut verpackt in den Einzelhandel und zu den Kunden gelangen, hat sich Spreewaldhof schon vor über zehn Jahren für zwei Palettierroboter entschieden. Um die Leistungsfähigkeit in diesem Bereich zu erhöhen, galt es jetzt eine der Anlagen zu erweitern – und das binnen kürzester Zeit.

In den Spreewaldhof-Werken in Golßen und Schöneiche sollte schon 2007 mehr Automation her. Dafür gestaltete roTeg aus Dortmund damals zwei unterschiedliche Palettieranlagen, da in Schöneiche Konservendosen und in Golßen Faltschachteln auf die Ladungsträger kommen. Verschiedene für die jeweilige Aufgabe optimierte Greifer waren somit erforderlich. Für das Konservendosenhandling wurde der eingesetzte Palettierroboter Paro mit einem speziellen Greifer ausgerüstet. Dieser hat eine Schiene mit mehreren Vakuumsaugern, wodurch er sich an unterschiedliche Packstückmaße anpassen kann. Im Mehrfachgriff nimmt er so fünf Dosen auf einmal auf. Um die Leistung weiter zu erhöhen oder größere Produkte greifen zu können, kann jederzeit zusätzlich eine zweite Schiene per Schnellverschluss eingesetzt werden. So ist der Greifer für jede Entwicklung im Unternehmen gewappnet.

Lasten von bis zu 100 Kilogramm

Die Sauger sind darauf ausgelegt, auch schwere Packstücke sicher zu heben. Das ist wichtig, denn die Dosen wiegen bis zu 13 Kilogramm. Durch den Mehrfachgriff nimmt der Roboter so bei jedem Hub fast 75 Kilogramm auf. Kein Problem für den Paro, denn er kann sogar Lasten von bis zu 100 Kilogramm problemlos heben.

In Golßen sehen die Packstücke ganz anders aus: Dort laufen rechteckige Faltschachteln mit Stülpdeckeln zum Roboter. Mit einem einfachen Sauggreifer ist da nichts zu machen, der würde schließlich nur den Deckel anheben. Deshalb hat roTeg einen multifunktionalen Klemmgreifer entwickelt. Dieser verfügt über zwei Greifbacken, die zur Handhabung der Schachteln ausgefahren werden und die Packstücke festklemmen. Zusätzlich ist das Greifsystem ebenfalls mit Vakuumsaugern ausgestattet, wodurch es die benötigten Zwischenlagen aufnehmen kann. Der gesamte Prozess geht schnell und harmonisch vonstatten. Dadurch kann die Produktion konstant weiterlaufen.

Doch nicht nur das Greifsystem ist entscheidend für die Palettierleistung des Roboters. Besonders schnelle Palettenwechsel sparen Zeit. Da Spreewaldhof stetig weiterwächst und auch seine Produktion ständig ankurbelt, wurde der Wunsch nach noch mehr Palettierleistung groß. In Schöneiche sollten künftig mindestens 1.000 Dosen pro Stunde auf die Ladungsträger gebracht werden.

„Neuer Roboter für mehr Leistung”