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Optimierungen in Lagerbereichen können schnell die Wirtschaftlichkeit erhöhen, zum Beispiel durch die Reduzierung unnötiger Transporte.

WENIGER BEWEGUNG FÜHRT ZU MEHR LEISTUNG

In vielen Unternehmen entstehen unnötige Ausgaben nicht durch fehlende Lagerkapazität oder zu wenig Technik, sondern durch einen ineffizienten Materialfluss. Eines der größten Optimierungspotenziale liegt in der Reduzierung unnötiger Bewegungen innerhalb von Lager und Produktion. Denn jeder Transport, jeder zusätzliche Umlagerungsschritt und jede Wartezeit kostet Zeit, Energie und Ressourcen.

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„Ein häufiger Fehler in gewachsenen Strukturen ist, dass Material mehrmals bewegt wird, bevor es seinen eigentlichen Bestimmungsort erreicht“, berichtet Rainer Schulz, Geschäftsführer der sysmat GmbH in Mainhausen. „Komponenten werden zunächst eingelagert, später wieder ausgelagert und anschließend zur Produktion transportiert, obwohl sie eigentlich direkt hätten weitergeleitet werden können. Solche indirekten Wege entstehen oft über Jahre hinweg und werden im Tagesgeschäft kaum noch hinterfragt.“

Der Lagerexperte weiter: „Der erste Schritt zu einem effizienteren Materialfluss ist deshalb Transparenz. Unternehmen sollten analysieren, welche Wege Materialien tatsächlich zurücklegen, und zwar vom Wareneingang über Lagerbereiche bis hin zur Produktion oder zum Versand. Schon einfache Materialflussanalysen zeigen häufig, dass ein Großteil der Transportbewegungen keinen direkten Mehrwert schafft. Ein wirkungsvoller Ansatz besteht darin, Prozesse konsequent vom Materialfluss her zu denken. Ziel sollte sein, Materialien möglichst ohne Umwege an ihren Einsatzort zu bringen. Dazu gehören klar definierte Transportwege, sinnvoll angeordnete Lagerbereiche und abgestimmte Übergabepunkte zwischen Wareneingang, Lager und Produktion. Auch die richtige Platzierung häufig benötigter Artikel kann die Anzahl interner Transporte deutlich reduzieren.“

Neben organisatorischen Maßnahmen spielt auch die Abstimmung zwischen den einzelnen Bereichen eine wichtige Rolle. Dazu Schulz: „Wenn Materialbereitstellung, Lagerstrategie und Produktionsplanung besser aufeinander abgestimmt sind, lassen sich unnötige Umlagerungen vermeiden. Gleichzeitig wird der Materialfluss gleichmäßiger und besser planbar. Der wirtschaftliche Effekt solcher Optimierungen wird häufig unterschätzt. Weniger Transportbewegungen bedeuten nicht nur geringeren Zeitaufwand, sondern auch eine niedrigere Belastung von Flurförderzeugen, weniger Energieverbrauch und geringeren Verschleiß an Infrastruktur und Technik. Gleichzeitig steigt die Produktivität der Mitarbeitenden, weil sie weniger Zeit mit Transportaufgaben verbringen und sich stärker auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren können.“

In der Praxis zeigt sich für den Fachmann immer wieder: „Schon kleinere Anpassungen im Materialfluss können spürbare Verbesserungen bewirken. Kürzere Wege, weniger Umlagerungen und klar strukturierte Abläufe sorgen dafür, dass Prozesse stabiler laufen und Durchlaufzeiten sinken. Für mittelständische Unternehmen ist dies oft der effizienteste Weg, ihre Intralogistik ohne große Investitionen wirtschaftlicher und leistungsfähiger zu gestalten.“

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