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Nachhaltig verbunden: Die neue Förderbrücke verknüpft die Teile des erweiterten Standorts Langefeld optisch und funktional, reduziert das manuelle Palettenhandling und den internen Lkw-Verkehr.
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Blick durch das Maschinen- und Brandschutztor, das der QVW am neuen Produktionsstandort durchfährt.
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Am Standort Elisabeth-Selbert-Straße 12 sind Abnahme und Aufgabe auf einer Etage kompakt, platzsparend und streckeneffizient unmittelbar vor Kontrollstation, Brandschutztor und Heber platziert.
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Ketten- und Rollenförderer übernehmen den Materialfluss zwischen Heber und QVW.

WESTFALIA AUTOMATISIERT MATERIALFLUSS

Westfalia Technologies hat am Stammsitz von Orthomol in Langenfeld die Fördertechnik einer kombinierten Personal- und Transportbrücke automatisiert. Zwei Vertikalumsetzer verbinden Erd- und Obergeschoss, ein Querverschiebewagen übernimmt den Palettentransport über die Straße zwischen Bestands- und neuem Produktionsgebäude. Über die Brücke lassen sich rund 76 Ladeeinheiten pro Stunde bewegen.

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Die Förderbrücke verbindet nach der Standorterweiterung die Orthomol-Gebäude an der Elisabeth-Selbert-Straße 12 und 21. Die rund 54 Tonnen schwere Stahlkonstruktion wurde im April 2024 per Schwerlastkran eingehängt; die Fördertechnik ging im September 2024 in Betrieb. Westfalia stattete die Brücke sowie die Übergabebereiche in beiden Gebäuden mit Fördertechnik für die unterschiedlichen Ladeeinheiten aus.

Auf beiden Seiten erfolgt die manuelle Übergabe und Abnahme per Stapler. Von dort übernimmt die automatisierte Anlage den weiteren Transport. Zum System gehören unter anderem Rollen- und Kettenförderer, Drehtische, Winkelumsetzer, zwei Senkrechtförderer und ein Querverschiebewagen. Insgesamt umfasst die Palettenfördertechnik 53 Antriebe.

7,5 Meter Höhenunterschied automatisch überwinden

Eine wesentliche Aufgabe der Anlage ist der Transport zwischen Erd- und Obergeschoss. Dafür stehen auf beiden Seiten der Brücke jeweils 9,7 Meter hohe Vertikalumsetzer zur Verfügung. Sie heben die Ladeeinheiten aus dem Erdgeschoss um 7,5 Meter auf rund 7,9 Meter Höhe und damit auf das Niveau der Förderbrücke.

Rollenförderer auf den Hubschlitten übergeben die Paletten an die anschließenden Förderstrecken und von dort an den Querverschiebewagen. In Gegenrichtung übernehmen Kettenheber die von den Fördertechnikloops kommenden Ladeeinheiten und transportieren sie zu insgesamt drei Abnahmestationen an den beiden Standorten. Für diesen Teil der Anlage nennt Westfalia bis zu 36 Doppelspiele und einen theoretischen Durchsatz von 72 Paletten pro Stunde.

Gerade im neuen Produktionsgebäude verändert die Anlage den internen Transport deutlich. „Im neueren Produktionsgebäude Elisabeth-Straße 21 gab es vor dem Palettenhebern nur einen Aufzug mit geringer Last und aufwendigen Be- und Entladevorgängen“, erläutert Michael Neeten, Leiter Technischer Betrieb bei Orthomol. „Besonders dort können wir nun sehr effizient und schnell größere Palettenmengen zwischen EG und OG bewegen.“

Rund 76 Ladeeinheiten pro Stunde über die Straße

Den eigentlichen Transport zwischen den beiden Gebäuden übernimmt ein mit Kettenförderer ausgestatteter Querverschiebewagen. Er fährt in rund acht Metern Höhe über eine gut 25 Meter lange Doppelschiene auf der 27 Meter langen und sechs Meter breiten Brücke. Mit rund 38 Doppelspielen werden nach Angaben von Westfalia stündlich etwa 76 Ladeeinheiten zwischen den Standorten transportiert.

Die Anlage ist dabei nicht auf einen einzelnen Palettentyp beschränkt. Die Ladeeinheiten können bis zu 1,1 Meter breit, 1,3 Meter lang und 2,2 Meter hoch sein und maximal 1,33 Tonnen wiegen. Als Ladehilfsmittel kommen Euro- und Industriepaletten, IBC, Chep-Pallecon-iCONIC-Paletten sowie H1-Kunststoffpaletten zum Einsatz.

Damit verbindet das System nicht nur zwei Gebäude, sondern unterschiedliche Materialflüsse innerhalb der Produktion. Orthomol füllt und verpackt laut Neeten auf beiden Seiten der Straße; auch Vormaterial wird an beiden Standorten angeliefert. Die Förderbrücke ermöglicht es deshalb, Paletten abhängig von Produktionsbedarf und verfügbaren Kapazitäten zwischen den Gebäuden zu verteilen.

„Auf beiden Seiten wird abgefüllt und verpackt. Die Vormaterial-Anlieferung erfolgt an beiden Standorten“, beschreibt Neeten die Ausgangssituation. Durch die Verbindung könne Orthomol den internen Materialfluss stärker an den aktuellen Anforderungen ausrichten. „Wir minimieren den Handlingaufwand und reduzieren deutlich den internen LKW-Verkehr.“

53 Antriebe und Anbindung an die Materialflusssteuerung

Eine Herausforderung bei der Umsetzung waren nach Angaben von Westfalia die bestehenden baulichen Bedingungen. Die Gebäudekubaturen und die Abmessungen der Brücke standen bereits fest, sodass die Fördertechnik in den vorhandenen Raum integriert werden musste.

„Zum Umfang gehören 53 Antriebe für die Palettenfördertechnik, die Mechanik und Steuerung der bei Westfalia gefertigten und aggregierten Rollenförderer, Kettenförderer, Drehtische, Winkelumsetzer und des QVWs“, erläutert Simon Zeitvogel, Projektmanager bei Westfalia. Hinzu kamen unter anderem die zugelieferten Senkrechtförderer sowie Maschinen- und Brandschutztore, die vom Querverschiebewagen durchfahren werden.

„Eine besondere Herausforderung war der begrenzte bauliche Raum im Bestand und auf der Brücke. Die Gebäudekubaturen standen bereits fest“, so Zeitvogel. Die gesamte Förderanlage wurde zudem an die kundeneigene Materialflusssteuerung angebunden.

Westfalia habe deshalb bereits in einer frühen Projektphase mit einer detaillierten Planung und Simulation gearbeitet. „Gelöst hat das Westfalia-Team diese Herausforderung mit einer detaillierten Planung und Simulation bereits in der Vertriebsphase“, sagt Fabian Spitz, stellvertretender Vertriebsleiter Technologien & Systeme bei Westfalia.

Weniger manuelles Palettenhandling

Für Orthomol liegt der Nutzen der Anlage insbesondere in der Verbindung der Produktions- und Logistikbereiche beider Gebäude. Vormaterialien können ebenso über die Brücke transportiert werden wie Paletten aus Produktion und Verpackung oder Einheiten für den Versand.

„Mit der automatischen Förderbrücke reduzieren wir das manuelle Palettenhandling, versorgen passgenau die Produktion und den Versand“, sagt Neeten. „Wir können das neue Produktionsgebäude so optimal in die bestehenden Materialflüsse integrieren.“

Neben dem geringeren Handlingaufwand nennt Orthomol die Reduzierung des internen Lkw-Verkehrs als weiteren Effekt. Damit übernimmt die Förderbrücke eine zentrale Funktion innerhalb des erweiterten Standorts: Statt Material für den Wechsel zwischen den beiden Gebäuden über den Straßenverkehr zu bewegen, können die Ladeeinheiten automatisiert zwischen den Produktionsbereichen transportiert und über die beiden Vertikalumsetzer zugleich auf die jeweils benötigte Gebäudeebene gebracht werden.

 

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