NEUE TIEFKÜHLLINIE AUS EINER HAND
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Die Verpackung von Tiefkühlprodukten bringt besondere Anforderungen mit sich: Produkte müssen mit hoher Geschwindigkeit verpackt werden, dabei niedrige Temperaturen beibehalten und effizient entlang der Lieferkette transportiert werden. Gleichzeitig stehen Hersteller unter Druck, Material einzusparen und sogenannte „Lufttransporte“ zu vermeiden – ein zentrales Thema angesichts aktueller Nachhaltigkeitsvorgaben und Ziele zur Verpackungsreduktion.
Im Zentrum der Syntegon-Präsentation auf der interpack steht die Kombination aus der SVX Agile mit dem neuen Schwerkraft-Kartonierer Elematic 4001. Während die Schlauchbeutelmaschine Kissenbeutel formt, befüllt und versiegelt, übernimmt der Kartonierer die automatische Beladung von RSC-Versandkartons.
Im Unterschied zu klassischen Pick-and-Place-Systemen nutzt die Elematic 4001 einen zweistufigen, servogesteuerten Kollations- und Fallmechanismus. Gruppierte Beutel werden dabei direkt in den Karton freigegeben. Vor dem Beladen durchlaufen die Beutel zusätzlich eine Rüttelstation, die das Produkt im Beutel gleichmäßig verteilt. Syntegon hebt insbesondere die Flexibilität des Systems hervor. Unterschiedliche Beutelgrößen, Beuteltypen und Packmuster sollen sich per Knopfdruck verarbeiten lassen.
Weniger Luft, mehr Effizienz
„Das Ziel ist einfach: weniger Luft, mehr Effizienz“, erklärt Espen Mile, Head of Product Management. „In der Tiefkühllogistik geht es darum, möglichst viele Beutel pro Karton unterzubringen. Unser Schwerkraft-Kartonierer wurde dafür entwickelt, Kunden dabei zu helfen, mehr Produkt und weniger Luft zu versenden.“ Die Elematic 4001 erreicht laut Hersteller eine Zuführleistung von bis zu 120 Beuteln pro Minute sowie eine Kapazität von bis zu 25 Kartons pro Minute. Zum Marktstart ist das System zunächst für horizontale Kartonbeladung verfügbar. Eine integrierte Variante für horizontale und vertikale Beladung soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen.
Durch das modulare Konzept können Hersteller laut Syntegon jene Konfiguration wählen, die am besten zu regionalen Logistikstrukturen und Marktanforderungen passt.
Linienintegration als strategischer Ansatz
Während schwerkraftbasierte Kartoniertechnik bereits am Markt verfügbar ist, sieht Syntegon den entscheidenden Unterschied in der vollständigen Linienintegration. Kunden erhalten Beutelmaschine und Kartonierer aus einer Hand – mit abgestimmten Schnittstellen, einheitlicher Bedienoberfläche und zentralem Ansprechpartner. „Kunden brauchen nicht einfach nur eine Beutelmaschine und einen Kartonierer – sie brauchen integrierte Linienlösungen“, so Mile. „Mit einem einheitlichen Look and Feel und einem zentralen Touchpoint für das gesamte System können Bediener die komplette Linie mit minimalem Schulungsaufwand steuern.“
Beide Maschinen sind mit der neuesten HMI-Generation des Unternehmens ausgestattet. Diese bietet nach Angaben von Syntegon eine intuitive Bedienung, erweiterte Performance-Überwachung sowie vereinfachten Zugriff auf OEE-Daten. Die einheitliche Steuerungsphilosophie soll zudem schnellere Fehlerbehebung und höhere Gesamtanlageneffektivität unterstützen.
Vom Maschinenbauer zum Lifecycle-Partner
Über die reine Technik hinaus positioniert sich Syntegon zunehmend als Lifecycle-Partner. Mit Serviceprodukten und maßgeschneiderten Service Agreements will das Unternehmen Hersteller dabei unterstützen, die Leistung ihrer Linien langfristig zu sichern und Betriebskosten zu senken. Mit der Kombination aus SVX Agile und Elematic 4001 zeigt Syntegon damit nicht nur zwei neue Maschinen, sondern einen strategischen Ansatz: weg von Einzelkomponenten, hin zu integrierten Linienlösungen mit messbarem Nutzen für Effizienz, Bedienung und Logistik.
