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Offene Ready-Meal-Trays werden innerhalb einer Verarbeitungslinie transportiert.
Paxisvorführung an einer Multivac-Linie während der Ready Meal Days in Wolfertschwenden.
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Fertiggericht im transparenten Tray: Bei den Ready Meal Days standen industrielle Verpackungs- und Verarbeitungsprozesse für Convenience-Produkte im Mittelpunkt.
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Fachbesucher verfolgen eine Maschinendemonstration bei den Ready Meal Days von Multivac.
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Verpackte Fertiggerichte auf dem Transportband einer automatisierten Linie.

DURCHGÄNGIGE PROZESSE FÜR FERTIGGERICHTE

Vom Dosieren über das Verpacken und Kennzeichnen bis zur Pasteurisierung: Bei den Ready Meal Days vom 8. bis 10. September 2026 in Wolfertschwenden hat Multivac Lösungen für die industrielle Herstellung von Fertiggerichten demonstriert. Neben einer kompletten Convenience-Linie standen kompakte Systeme für kleinere Chargen, KI-gestützte Qualitätskontrolle und die Kombination von Trayverpackung und Mikrowellenpasteurisierung im Mittelpunkt.

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Mehr als 100 Teilnehmer besuchten Anfang September die Ready Meal Days am Multivac-Standort in Wolfertschwenden. Gezeigt wurden unterschiedliche Automatisierungsstufen für die Verarbeitung und Verpackung von Fertiggerichten in Trays – von Lösungen für kleinere Produktionsmengen bis zu durchgängigen Linien.

Die Anforderungen sind bei solchen Produkten vergleichsweise vielfältig. Fertiggerichte bestehen häufig aus mehreren Komponenten, die getrennt oder definiert innerhalb eines Trays angeordnet werden müssen. Gleichzeitig müssen Verpackung und Prozess auf die spätere Erwärmung, beispielsweise in Mikrowelle oder Ofen, abgestimmt sein. Multivac deckt dafür unterschiedliche Verpackungstechnologien und Automatisierungsgrade ab.

Linie verbindet Füllen, Verpacken und Kennzeichnen

Zu den Vorführungen gehörte eine Convenience-Linie mit dem Traysealer TX 620, einem Füller von GS Italia und einem Multivac-Etikettierer. Der TX 620 gehört zur kompakten TX-6-Baureihe und ist für eine hohe Leistung bei vergleichsweise geringem Platzbedarf ausgelegt. Multivac setzt dabei auf Servotechnik, eine digitale Maschinensteuerung und die Möglichkeit zur Einbindung in seine Smart Services.

Eine vergleichbare Konfiguration hatte das Unternehmen bereits auf der interpack 2026 vorgestellt. Dort wurden die Trays zunächst entstapelt und anschließend über einen GS-Italia-Füller befüllt, im TX 620 verpackt und mit einem L 310 auf Ober- und Unterseite etikettiert. Ein im Etikettierer integriertes Vision-System kontrollierte anschließend Anwesenheit und Lesbarkeit der Kennzeichnung; fehlerhafte Verpackungen wurden ausgeschleust.

Für kleinere Produktionschargen demonstrierte Multivac bei den Ready Meal Days die Traysealer T 305 und T 255 zusammen mit einem Stand-alone-Füller. Damit adressiert das Unternehmen Anwendungen, bei denen unterschiedliche Produkte beziehungsweise Formate in geringeren Stückzahlen verarbeitet werden. Der T 305 ist für kleine bis mittlere Chargen vorgesehen; der T 255 kann unter anderem für versiegelte Traypackungen, Schutzatmosphären- und Skinanwendungen eingesetzt werden.

KI prüft Komponenten im Tray

Ein weiterer Schwerpunkt war ein KI-gestütztes Vision-System zur Qualitätskontrolle der Fertiggerichte. Es identifiziert unterschiedliche Produktvarianten und kontrolliert, ob die einzelnen Komponenten innerhalb des Trays wie vorgesehen angeordnet sind. Dadurch lässt sich die Prüfung auch bei wechselnden Produktvarianten automatisieren. Multivac nennt als mögliche Effekte weniger Ausschuss und eine gleichmäßigere Produktpräsentation.

Die eingesetzten KI-Systeme werden für die jeweilige Anwendung konfiguriert. Dazu werden zunächst unter Produktionsbedingungen Bilddaten erfasst und klassifiziert. Auf dieser Grundlage wird ein KI-Modell trainiert und optimiert. Neben der Produktidentifikation gehören Produktklassifizierung, Portionskontrolle sowie die Prüfung auf korrekten Inhalt und Vollständigkeit zu den möglichen Aufgaben solcher Systeme.

Mikrowellenpasteurisierung direkt nach dem Verpacken

Besondere Aufmerksamkeit galt der Verbindung von Verpackung und Pasteurisierung. Gemeinsam mit Gigatherm präsentierte Multivac einen kontinuierlichen Prozess, bei dem die verpackten Fertiggerichte einer Mikrowellenpasteurisierung zugeführt werden.

„Die Lösung ist auf einen kontinuierlichen Produktionsprozess ausgelegt und zeichnet sich durch Prozesssicherheit und eine hohe Produktqualität aus“, erklärt Franziska Schreiber, Product Manager Traysealer bei Multivac. „Gleichzeitig eröffnet sie Flexibilität bei Verpackungskonzepten und Rezepturen. Die schonende Pasteurisierung führt zu intensiven Aromen, überzeugender Sensorik und Produkthaltbarkeiten von 30 bis 50 Tage bei hohen Hygienestandards und Produktsicherheit.“

Ergänzend stellte Multivac digitale Serviceangebote vor. Über die Smart Services lassen sich unter anderem Produktionsdaten in Echtzeit auswerten, Leistung, Verfügbarkeit und Qualität von Maschinen analysieren sowie Stillstandsursachen untersuchen. Die Dienste sind sowohl für neue Anlagen als auch teilweise zur Nachrüstung bestehender Maschinen vorgesehen.

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