© Minebea Intec
Neben der zuverlässigen Detektion von Fremdkörpern wie Metall, Glassplittern, Steinen und einigen Kunstoffen ermöglicht das System umfassende Inline-Qualitätsprüfungen.
© Minebea Intec
iDe Kontrollwaage Flexus Kombi fVollständigkeit und unterstützt damit bei der Optimierung von Abfüllprozessen, sondern erkennt gleichzeitig zuverlässig metallische Fremdkörper.
© Minebea Intec
In puncto Cybersecurity sind die Tisch- und Bodenwaagen MiNexx zukunftssicher aufgestellt: Ein dreistufiges Usermanagement sowie hohe Sicherheitsstandards gemäß IEC 62443.

ENGINEERING STATT BAUKASTENLÖSUNG

Die Anforderungen an Wäge- und Inspektionstechnik ziehen spürbar an. Höhere Qualitätsanforderungen und zusätzlicher regulatorischer Druck treffen in der Praxis direkt auf die Produktion. Standardlösungen stoßen dabei immer häufiger an ihre Grenzen. Vor diesem Hintergrund rückt ein Ansatz stärker in den Fokus, der individuelle Anforderungen in den Mittelpunkt stellt – und genau hier setzt Minebea Intec auf der interpack 2026 an. Vom 7. bis 13. Mai präsentiert das Unternehmen in Düsseldorf nicht nur einzelne Produkte, sondern vor allem den Weg von der spezifischen Aufgabenstellung zur maßgeschneiderten Lösung. 

Seite 1/1 2 Minuten

Seite 1/1 2 Minuten

Produktionsumgebungen unterscheiden sich – teils erheblich. Ob Neuanlage, Erweiterung oder Retrofit: Anforderungen an Wäge- und Inspektionssysteme ergeben sich aus Prozessen, Umgebungsbedingungen und regulatorischen Vorgaben. Genau hier setzt Minebea Intec an und verfolgt einen Ansatz, der Hardware, Software und Beratung miteinander verbindet.

„Der Fokus liegt auf dem Zusammenspiel aller Komponenten entlang der Linie“, beschreibt Dr. Thorsten Vollborn, Manager Product Management Inspection & Academy.

Ein Beispiel dafür ist die Kontrollwaage Flexus Combi, die Gewichtskontrolle und Metallsuchtechnik in einem System vereint. Sie prüft Produkte dynamisch auf Gewicht und Vollständigkeit und detektiert gleichzeitig metallische Fremdkörper – darunter Eisen, Nichteisenmetalle und sogar nichtmagnetische Edelstähle. Mit Durchsatzraten von bis zu 600 Produkten pro Minute richtet sich das System klar an Linien mit hohem Takt.

Der Ansatz dahinter ist eindeutig: mehrere Prüfprozesse bündeln, Platz sparen und gleichzeitig die Prozesssicherheit erhöhen.

Qualitätssicherung entlang der Linie

Ergänzt wird dieses Konzept durch das Röntgeninspektionssystem Dylight, das auf der interpack ebenfalls live gezeigt wird. Neben der zuverlässigen Fremdkörperdetektion – etwa von Metall, Glas oder Steinen – ermöglicht das System zusätzliche In-line-Kontrollen. Dazu zählen unter anderem Füllstandskontrollen, Vollständigkeitsprüfungen sowie die Erkennung beschädigter Produkte oder fehlerhafter Verschlüsse.

Damit verschiebt sich der Fokus der Qualitätssicherung deutlich. Sie erfolgt nicht mehr punktuell, sondern wird integraler Bestandteil der Produktionslinie. Prüfprozesse laufen parallel zur Produktion und liefern kontinuierlich Daten zur Prozessstabilität.

Ein weiterer Baustein ist die Benutzeroberfläche Blue HMI, die als zentrale Schnittstelle für unterschiedliche Systeme dient. Sie sorgt für eine einheitliche Bedienlogik über verschiedene Anwendungen hinweg und wurde unter anderem für ihre Benutzerführung und Funktionalität ausgezeichnet.

Präzises Wiegen als Basis stabiler Prozesse

Neben Inspektionslösungen zeigt Minebea Intec auch neue Wägeplattformen und -systeme. Im Mittelpunkt steht die Waagenserie MiNexx, die sowohl Tisch- als auch Bodenwaagen für unterschiedliche Lastbereiche umfasst. Die Systeme decken Anwendungen vom präzisen Wiegen kleiner Mengen bis hin zu schweren Lasten im Tonnenbereich ab und lassen sich in bestehende Produktionsumgebungen integrieren.

Die Wägeindikatoren der Serie übernehmen dabei zentrale Steuerungs- und Auswertungsfunktionen. In Kombination mit Plattformen und Wägezellen ermöglichen sie Anwendungen wie Stückzählung, Abfüllprozesse oder Füllmengenkontrollen – und schaffen damit die Grundlage für stabile, reproduzierbare Prozesse.

Fazit: Systeme statt Einzelprodukte

Standardlösungen stoßen damit zunehmend an ihre Grenzen. Gefragt sind Systeme, die sich in bestehende Linien integrieren lassen – und mehrere Funktionen gleichzeitig abdecken. Lösungen wie Flexus Combi, Dylight oder die MiNexx-Serie stehen exemplarisch für diesen Ansatz. Die interpack 2026 zeigt damit vor allem eines: Entscheidend ist nicht das einzelne Produkt, sondern wie gut sich Technologien in der Praxis verzahnen lassen.

×