BAUER BAUT EIGENE PLANT-BASED-PRODUKTION AUF
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Bislang bezog Bauer die für seine pflanzlichen Joghurtalternativen benötigte Sojabase extern. Mit der neuen Anlage verlagert das Unternehmen diesen vorgelagerten Produktionsschritt in die eigene Fertigung. Das erzeugte Konzentrat wird anschließend in den bestehenden Produktionsanlagen zu pflanzlichen Alternativprodukten weiterverarbeitet. Die reguläre Produktion war laut der im Juli veröffentlichten Mitteilung für August 2026 vorgesehen.
Durchgängige Prozesskette
Zum Lieferumfang von GEA gehören die Annahme und Lagerung der rohen Sojabohnen sowie Misch- und Mahltechnik. Anschließend werden Feststoffe mithilfe von Dekantern abgetrennt. Weitere Prozessschritte sind die thermische Inaktivierung, Tanklagerung und Wasseraufbereitung. Auch die zugehörigen CIP-Systeme für die Anlagenreinigung wurden in das Gesamtkonzept integriert.
GEA übernahm bei dem Projekt die Rolle des Generalunternehmers und bündelte dafür verschiedene Kompetenzbereiche. Eingebunden waren unter anderem Experten für die Milchverarbeitung in München sowie die Prozess-Testzentren in Ahaus und Oelde. Dort wurden zuvor Verfahrenskonzepte und Leistungsdaten erarbeitet und abgesichert. Bauer beauftragte GEA im Mai 2025, die Montage begann im Januar 2026.
„Projekte wie dieses zeigen, warum wir Plant-Based als strategisches Wachstumsfeld für GEA verstehen“, sagt GEA-Projektleiter Michael Klamt. „Dass wir Bauer von der ersten Machbarkeitsstudie bis zur betriebsbereiten Anlage aus einer Hand begleiten konnten, war die Voraussetzung dafür, einen so ambitionierten Zeitplan zuverlässig zu halten – und ein Beleg dafür, dass sich unsere Investitionen in die Testzentren in Ahaus und Oelde auszahlen.“
Auch Bauer hebt die gebündelte Projektverantwortung hervor. „Weil GEA Versuche, Prozessauslegung, Engineering und Umsetzung aus einer Hand zusammengeführt hat, ließ sich unser Projekt auf der Überholspur realisieren“, sagt Sebastian Bodmeier, Technische Projektleitung bei der Privatmolkerei Bauer. „Wir hatten einen Ansprechpartner für die komplette Prozesskette – das hat uns in jeder Projektphase Zeit gespart, ohne dass wir bei der Qualität Kompromisse eingehen mussten.“
Basis für weitere Produktentwicklungen
GEA verfügt nach eigenen Angaben bereits über langjährige Erfahrung mit Prozesslösungen zur Herstellung pflanzlicher Basen aus Rohstoffen wie Hafer, Reis und Soja. Mit dem Projekt bei Bauer kommt dieses Know-how bei einer etablierten deutschen Molkerei zum Einsatz, die ihre pflanzliche Wertschöpfung stärker in die eigene Produktion integriert.
Ein erstes Beispiel für die Produktentwicklung ist „Bauer KFYR Pflanzlich“, ein pflanzenbasierter Kefir-Drink, den das Unternehmen bereits im Mai 2026 auf dem OMR-Festival vorgestellt hatte. Der zugrunde liegende Prozess wurde gemeinsam mit den GEA-Teams aus Ahaus und Oelde entwickelt und validiert. Die neue Anlage und das Innovationszentrum sollen nun die technische Grundlage schaffen, pflanzliche Produktentwicklungen künftig stärker selbst voranzutreiben.


