METALLDETEKTION FÜR NEUE ANFORDERUNGEN
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Nach Angaben des Unternehmens richtet sich die neue Plattform an Hersteller, die Metalldetektion nicht mehr nur als Einzelkomponente betrachten, sondern als vernetzten Bestandteil moderner Produktions- und Qualitätssicherungssysteme. Die neue Serie kombiniert erweiterte Erkennungsleistung mit digitaler Konnektivität, einfacher Bedienung sowie Funktionen für Compliance und Rückverfolgbarkeit.
„Die Einführung der M50 R-Serie ist der Beweis, dass wir unseren Kunden genau zuhören“, erklärt Jaison Anand, Market Manager Metal Detection bei Mettler-Toledo Product Inspection. „Wir wissen, unter welchem Druck Lebensmittelproduzenten stehen, wenn es um Effizienz, Vorschriften, Rückverfolgbarkeit und digitale Konnektivität geht. Die M50 R-Serie wurde entwickelt, um diese Herausforderungen zu bewältigen.“
Drei Modelle für unterschiedliche Anwendungen
Die neue Plattform umfasst drei spezialisierte Systeme für verschiedene Produktionsumgebungen. Der M55R ist auf trockene Produkte wie Nudeln, Snacks oder tiefgekühlte Ware ausgelegt und soll besonders kleine, unregelmäßig geformte metallische Fremdkörper sicher erkennen.
Mit dem M55RB adressiert Mettler-Toledo Schüttgutanwendungen wie Großgebinde, Pulverbeutel oder Kartons. Hochfrequenz-Interferenzabschirmungen filtern externe Störeinflüsse und erhöhen so die Detektionsempfindlichkeit auch bei großen Durchlassöffnungen. Für anspruchsvollere Anwendungen wie gekühlte, feuchte, trockene, angetaute oder metallisiert verpackte Produkte wurde der M56R entwickelt. Das System arbeitet mit simultaner Mehrfachfrequenz, erweitertem 3S-PLUS-Algorithmus sowie KI-basierten Machine-Learning-Funktionen zur Reduzierung von Produktsignalen und Fehlausschleusungen.
Mehr Empfindlichkeit, weniger Fehlausschleusungen
Zu den technologischen Neuerungen zählt laut Hersteller eDrive PLUS in Verbindung mit einer Frequenz von 900 Kilohertz. Dies erhöht die Feldstärke und verbessert die Erkennung kleinster Drahtstücke oder nicht-kugelförmiger metallischer Fremdkörper. Ergänzend kommen neue Algorithmen sowie lernfähige Systeme zur weiteren Optimierung der Sensitivität zum Einsatz.
Das Ziel: höhere Erkennungsgenauigkeit bei gleichzeitig weniger Fehlausschleusungen – ein zentraler Faktor für Linienverfügbarkeit und Ausschussminimierung.
Auch bei der Bedienung setzt die neue Plattform auf Modernisierung. Ein kapazitiver 10,1-Zoll-Touchscreen soll eine intuitive Navigation ermöglichen und lässt sich laut Anbieter auch mit Handschuhen oder bei feuchter Oberfläche zuverlässig bedienen. Für Routineprüfungen integriert Mettler-Toledo das elektronische INFINITY-Testsystem. Dieses automatisiert Prüfabläufe und soll Testvorgänge bis zu dreimal schneller durchführen als manuelle Verfahren. Zudem können Prüfungen ohne Bedienereingriff automatisch gestartet werden.
Vernetzung, Compliance und Auditfähigkeit
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Datensicherheit und Nachvollziehbarkeit. Die M50 R-Series verfügt über integriertes WLAN, RFID-Zugangskontrollen für personalisierte Nutzerrechte sowie Kommunikationsschnittstellen wie OPC-UA und EtherNet/IP.
In Verbindung mit der Datenmanagement-Software ProdX lassen sich Inspektionsaktivitäten in Echtzeit überwachen und dokumentieren. Das unterstützt laut Hersteller die Vorbereitung auf Audits sowie die Einhaltung globaler Standards wie BRCGS und International Featured Standards (IFS).
Premiere auf der interpack
Mit der M50 R-Series zeigt Mettler-Toledo auf der interpack, wohin sich moderne Metalldetektion entwickelt: weg vom isolierten Kontrollpunkt, hin zu einer intelligent vernetzten Qualitätskomponente innerhalb digitalisierter Produktionslinien. Für Lebensmittelhersteller rücken damit nicht nur Produktsicherheit, sondern auch Datenverfügbarkeit, Linienleistung und regulatorische Sicherheit stärker zusammen.
