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Der Füller-Verschließer-Block SmartCan Eco by KHS/Ferrum ist für Leistungen von bis zu 136.000 Dosen pro Stunde ausgelegt.
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Die neue Doppelend-Generation der Flaschenreinigungsmaschine Innoclean Cascade-D wurde mit Blick auf einen geringeren Ressourcen- und Platzbedarf weiterentwickelt.
© KHS / Frank Reinhold
obias Wetzel, Geschäftsführer Sales and Service bei KHS, sieht die Flexibilität kompletter Produktionslinien als zunehmend wichtigen Faktor für Getränkehersteller.

KHS ZEIGT FLEXIBLE LINIENKONZEPTE

KHS stellt auf der BrauBeviale vom 10. bis 12. November in Nürnberg Lösungen für flexible und ressourceneffiziente Getränkelinien vor. Zu den technischen Schwerpunkten gehören die neue Doppelend-Flaschenreinigungsmaschine Innoclean Cascade-D, der Dosenfüller-Verschließer-Block SmartCan Eco by KHS/Ferrum sowie weiterentwickelte digitale Anwendungen für Service und Instandhaltung. Darüber hinaus will KHS zeigen, wie sich Produktionsstandorte und komplette Linien auf breitere Getränkeportfolios ausrichten lassen.    

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Sinkende Bierabsätze und veränderte Konsumgewohnheiten erhöhen nach Einschätzung von KHS den Anpassungsdruck auf Brauereien und andere Getränkehersteller. Allein in Deutschland fiel der Bierabsatz 2025 nach Angaben des Unternehmens erstmals unter die Marke von 80 Millionen Hektolitern. Gleichzeitig erweitern viele Produzenten ihr Angebot um alkoholfreie Biere, Flavoured Water, Softdrinks oder Ready-to-Drink-Produkte. Damit steigen auch die Anforderungen an Produktionslinien, die unterschiedliche Getränke und Behälter verarbeiten können. 

„Der Wandel in unserer Branche findet nicht irgendwann statt – er ist bereits in vollem Gange“, sagt Tobias Wetzel, Geschäftsführer Sales and Service bei KHS. „Sich verändernde Konsumgewohnheiten verlangen nach maximaler Flexibilität. Entscheidend ist heute nicht mehr die Leistungsfähigkeit einzelner Maschinen, sondern die der gesamten Produktionslinie. Sie wird zunehmend zum strategischen Erfolgsfaktor für Getränkehersteller.“

KHS richtet seinen Messeauftritt entsprechend stärker auf komplette Produktionssysteme aus. Neben einzelnen Maschinen stehen die Abstimmung der Komponenten, die Auslegung der Linie sowie die Anpassung bestehender Produktionsstrukturen an neue Anforderungen im Mittelpunkt. Als Beispiel zeigt das Unternehmen eine Hochleistungs-Glaslinie für den Wassermarkt. Ziel der Linienintegration ist es, ungeplante Stillstände zu reduzieren und die Gesamtanlageneffizienz zu verbessern. 

Flaschenreinigung mit kleinerem Badvolumen

Teil dieser Glaslinie ist die Innoclean Cascade-D. Die neue Doppelend-Generation der Flaschenreinigungsmaschine wurde nach Angaben von KHS insbesondere hinsichtlich Ressourcenbedarf, Reinigung und Wartung weiterentwickelt.

Zum Maschinenkonzept gehören die Flaschenkörbe ECO-Carrier 2.0, eine verbesserte Etikettenaustragung sowie ein verkleinertes Badvolumen. Gleichzeitig wurde das Beheizungskonzept überarbeitet. Dadurch sollen Reinigung und Wartung vereinfacht und relevante Maschinenbereiche besser zugänglich werden. Trotz des auf hohe Anlagenleistungen ausgelegten Maschinenkonzepts benötigt die Innoclean Cascade-D laut KHS rund zehn Prozent weniger Stellfläche als vergleichbare Anlagen. 

Damit adressiert KHS mehrere Punkte, die gerade bei bestehenden Produktionsstandorten eine Rolle spielen: Wasser- und Energieeinsatz, Reinigungsaufwand, Wartungszugänglichkeit und verfügbarer Platz. Konkrete Verbrauchswerte zur neuen Maschinengeneration nennt das Unternehmen in der vorliegenden Ankündigung allerdings noch nicht.

Dosenlinie für bis zu 136.000 Behälter pro Stunde

Auch im Dosenbereich setzt KHS auf die Kombination eigener Technik mit Komponenten spezialisierter Partner. Ein Beispiel ist der SmartCan Eco by KHS/Ferrum. Bei diesem Dosenfüll- und Verschließer-Block arbeiten KHS und die Ferrum Packaging AG zusammen. Die Anlage ist für Leistungen von bis zu 136.000 Dosen pro Stunde ausgelegt. 

Die Abfüllung arbeitet mit Durchflussmessung. Gleichzeitig wurde der Hygienebereich gegenüber bisherigen Konzepten deutlich verkleinert. In Verbindung mit angepassten Reinigungsprozessen sollen dadurch kürzere Reinigungszeiten und eine höhere Anlagenverfügbarkeit erreicht werden. Das Behälterhandling ist zudem auf dünnwandige Lightweight-Dosen ausgelegt, die während des Füll- und Verschließprozesses besonders schonend geführt werden müssen. 

Für komplette Linien bindet KHS neben Ferrum weitere Technologiepartner ein. Genannt werden unter anderem H. F. Meyer Maschinenbau und Tyrolon. Die Komponenten sollen je nach Anwendung zu einer auf Produkt, Behälter und geforderte Leistung abgestimmten Produktionslinie kombiniert werden. 

Produktionsplanung soll früher ansetzen

Über die reine Maschinentechnik hinaus will KHS auf der BrauBeviale auch zeigen, wie sich die Planung von Produktionsstandorten stärker an künftigen Anforderungen ausrichten lässt. Nach Angaben des Unternehmens soll die Beratung künftig früher im Investitionsprozess beginnen.

Dabei geht es beispielsweise um die Frage, welche Getränke und Behälter ein Standort langfristig verarbeiten soll und welche Produktionsstrukturen dafür erforderlich sind. KHS will damit bereits vor der konkreten Investitionsentscheidung Aspekte wie Linienkonzept, Erweiterbarkeit und zukünftige Portfolioänderungen berücksichtigen. 

Der Ansatz ist insbesondere vor dem Hintergrund breiter werdender Getränkeportfolios relevant. KHS verweist dabei unter anderem auf alkoholfreie Biere, Flavoured Water, Softdrinks und Ready-to-Drink-Produkte, die zusätzliche Anforderungen an flexible Produktionsstrukturen stellen.

Digitale Unterstützung über den Anlagenlebenszyklus

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts ist der Service über die Betriebsdauer der Anlagen. KHS verbindet dabei klassische Leistungen wie Wartung und Modernisierung mit digitalen Anwendungen. 

Ein Beispiel ist der weiterentwickelte KHS ConnectApp Guide. Die Anwendung stellt über integrierte Stücklisten Teileinformationen direkt an der Linie zur Verfügung. Dynamische Aufgaben orientieren sich an der tatsächlichen Nutzung der jeweiligen Anlage. Damit sollen Wartungs- und Betriebsaufgaben gezielter geplant und Abläufe standardisiert werden können. 

„Eine flexible Produktion braucht Technik, die sich an neue Anforderungen anpassen lässt, und Service, der mitdenkt“, sagt Wetzel. „Deshalb begleiten wir unseren Kunden über den gesamten Lebenszyklus ihrer Linien hinweg. So schaffen wir die Voraussetzungen für dauerhaft hohe Verfügbarkeit, wirtschaftlichen Betrieb und die notwendige Flexibilität für künftige Marktanforderungen.“

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